News / Events

AKTUELL

ARCHIV

September 2019  >>

Künftiger Wohlstand mit Abstrichent

Liebe Leserinnen und Leser,

Unsere aktuelle Presse, Fernsehen und Radio überschlagen sich geradezu mit schlechten Meldungen, Umsatzrückgang, Auftragsrückgänge, drohende Arbeitslosigkeit. Leider stimmt es, dass die Zukunftsaussichten unserer Wirtschaft für das kommende Jahr oder Jahre derzeit nicht besonders rosig sind. Die Gründe sind vielfältig. Einerseits ist es der unsinnige Zoll- und Wirtschaftskrieg, den Herrn Trump angezettelt hat, um seine amerikanische Wirtschaft auf Touren zu bringen und damit seine Wahlchancen zu verbessern.

Es gibt aber auch einige andere Gründe, dass unser Wirtschaftswachstum ins Stocken gerät. Sehr oft haben sich große Firmen auf ihren Erfolgen allzu lange ausgeruht und die Trends der Zukunft nicht realisieren wollen. Die Autoindustrie ist ein gutes Beispiel dafür. Aber auch die sogenannte Energiewende kann man nicht gerade als Erfolgsstory verkaufen, und dass gerade unsere Kinder uns zurück in die Realität rufen müssen, ist wirklich ein Armutszeugnis. Dass sich der Energiemix, weg von Fossilen Brennstoffen, zu Elektrizität und damit Strom aus Wind, Wasser und Solarzellen ändern wird, war schon lange zu sehen, nur hat man nicht die richtigen Konsequenzen daraus gezogen.

Auch die Frage der Stromspeicherung wird noch einige Probleme mit sich bringen, denn die Frage, ob man bei Batterietechnik bleibt oder auf Brennstoffzellen umstellt und damit auf Wasserstoff, dürfte noch heiße Diskussionen unter Fachleuten aufwerfen. Die Bedeutung der Brennstoffzellentechnologie wird immer Konkreter, denn Solarstrom über Elektrolyse in Wasserstoff zu verwandeln wird immer effektiver. Die Forschung hat Wege gefunden, Wasserstoff über Beigabe von Chemikalien zu neutralisieren, d.h. die Explosionsgefahr von Wasserstoff bei der Handhabung zu eliminieren, hat große Fortschritte gemacht.

Seit Jahren ist die Digitalisierung IOT, 5G-Netze das große Thema. Der Bundeswirtschaftsminister verspricht Fördergelder, wo immer es nötig sei. Ich hoffe, dass das Geld auch fließen möge, aber: Man will auch den Soli abschaffen, zigtausende Brücken müssen erneuert oder zumindest saniert  werden, das Eisenbahnnetz soll erneuert werden, aber die Überschüsse bei den Steuereinnahmen dürften in der nächsten Zeit drastisch zurück gehen. Dann haben wir noch die Forderung nach erhöhten Rüstungsausgaben und nicht zu vergessen die hohen Kosten für die Einstellung des Braunkohleabbaus und die noch unbekannten Kosten für  alle Maßnahmen, die zum Schutze der Umwelt geplant sind. Daraus folgt die einfache Frage: „Wer soll das be-zahlen?“ Werden die Versprechungen und geplanten Maßnahmen wiederum Sprechblasen werden? An guten Ideen hat es unseren Politikern noch nie gefehlt, aber leider an der Umsetzung. Vielleicht hat das Abkühlen der Konjunktur etwas Gutes für sich, dass schneller und radikaler ein Wechsel bei den Energieträgern erfolgt und unser Land hoffentlich dabei eine führende Rolle spielen kann.

Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

Downloads

September 2019

Juli/August 2019  >>

PRODUCT OF THE MONTH:
3-65 W COST EFFECTIVE AD/DC OPEN-FRAME CONVERTER LO SERIES

FEATURES:
• Universal input: 85 – 264 VAC / 100 – 370 VDC (LO05: 165 – 264 VAC / 230 – 370 VDC)
• Operating temperature range: -25 °C to +70 °C
• High I/O isolation: 3000 VAC
• Regulated output, low ripple & noise
• Output short circuit, over current and over voltage protections
• LO15 / 30 / 45 /  65 series meet IEC / EN / UL62368 safety standards
• LO15 / 30 W series meets white goods requirements
• LO15 / 30 / 45 / 65 series have indicator lights

Downloads

Juli/August 2019

Juni 2019  >>

GEDANKEN ZUR WAHL DES EU-PARLAMENTS

Liebe Leserinnen und Leser,

70 Jahre Frieden, welche wunderbare Tatsache und 60 Jahre Europäische Union, das bedeutet freien, grenzenlosen, überschreitenden Verkehr, 60 Jahre problemloser Austausch
von Produkten der einzelnen Ländern. All dies waren Jahre der Prosperität und des Wohlstandes für alle angeschlossenen Länder. Unzählige Entwicklungsprojekte in den
einzelnen Ländern konnten finanziert werden, zum Wohle der beteiligten Länder. Dass dabei bei manche Milliarde in die Taschen Unberechtigter geflossen ist, ist traurig,
aber auch Wahrheit. Dass Parlament einmal im Monat nicht in Brüssel, sondern in Straßburg tagt, ist eine der Merkwürdigkeiten, sind Eigenarten, die man nicht unbedingt
verstehen kann. Diese Gemeinschaft der 27 Länder steht jetzt mit der Europawahl wieder auf dem Prüfstand. Wir EU-Bürger haben die Chance, ein neues Parlament zu wählen
und dabei unsere Zufriedenheit bzw. unseren Ärger über die Tätigkeit des bisherigen europäischen Parlamentes auszudrücken. Neben den etablierten bekannten Parteien,
versuchen eine Vielzahl von neuen Parteien einen Sitz in Brüssel zu ergattern. Viele von uns werden sich fragen, ob man überhaupt wählen soll, weil es ja doch nichts nützt
oder seinen Ärger durch die Wahl von radikalen Parteien zum Ausdruck zu bringen. Auch England, das eigentlich ausscheren möchte aus dieser Gemeinschaft, ist jetzt gezwungen,
nochmal an der Wahl teilzunehmen.

Wir alle sind uns in einem Punkt sicher, es muss sich in Brüssel einiges ändern. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele unnötige, kleinliche – ja fast dümmliche
Verordnungen geschaffen, über die man im Normalfall nur den Kopf schütteln kann. Eine der wichtigsten Forderungen von uns Wählern wäre deshalb, sich auf das Wesentliche
zu konzentrieren und Nebensächliches den Länderparlamenten zu überlassen und wir Wähler müssen durch unsere Wahl der richtigen Abgeordneten dafür Sorge tragen, dass
wir wieder ein möglichst stabiles Parlament mit etablierten Parteien bekommen, wobei nationale Interessen möglichst nicht allzu deutlich auftreten sollten. Vor allem
müssen die separatistischen Tendenzen von Ländern wie Ungarn, Polen, Italien beendet werden.

Demokratische Gedanken und Wünsche von 300 Mio. EU-Bürgern werden auf üble Weise mit Füßen getreten, wenn die Pressefreiheit eingeschränkt wird. Demokratie und Machtstreben
vertragen sich nicht, und die Länder, die sich nicht an diese Spielregeln halten wollen, müssen mit energischen Mitteln wieder zur Räson gebracht werden.
Jeder, der Mitglied in einem Fußballclub oder Turnverein ist weiß, dass es Spielregeln gibt, an die sich jeder zu halten hat. Einige Länderpolitiker haben eine andere Meinung
und betrachten die EU als Milchkuh, die sie bedenkenlos melken können.

Als Bürger der EU würde ich mir wünschen, dass sich das neue Parlament vor allem um außenpolitische Fragen kümmert, denn was ist heute die EU auf dem Weltmarkt im Vergleich
mit den Wirtschaftsmächten wie die USA und China. Wir lassen es zu, dass China eine neue „Seidenstraße“ quer durch Europa bauen will, und wir haben kein Rezept, um etwas
Ähnliches zu planen. Jahrzehnte lang hat man zugesehen wie sich die wirtschaftlichen Verhältnisse dramatisch verschlechtert haben und die EU überflüssige Warengüter genau in
diese Länder liefert, um erfolgreich jeden Keim einer Industriealiserung zu zerstören! Wie oft zeigt sich noch ein kleinstaatliches Denken der einzelnen Mitglieds-länder,
rasche gemeinschaftliche Aktionen zu verhindern. Und das gefährlichste jetzt sind die politischen Strömungen von nationalistisch gesinnten Parteien, zusätzlich angeheizt durch
soziale Netzwerke, die das Misstrauen noch weiter schüren und die EU  als solches in Frage zu stellen. Es besteht Hochsaison für Skeptiker, Zweifler und totale Verweigerer.
Wir sollten die positiven Seiten der EU sehen, ohne die wir diesen Wohlstand, in dem wir heute leben, überhaupt nicht hätten. Deshalb ist es so wichtig, zur Wahl zu gehen!

           
Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

Downloads

Juni 2019

Mai 2019  >>

ENERGIESPAREN IM ALLTAG

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich ist es eine Schande, dass jetzt auch noch Kinder auf die Straße gehen müssen, um alle Verantwortlichen in der Regierung, im Bundestag, in den Länderparlamenten aber auch in der Industrie daran zu erinnern, dass unsere Energiepolitik und der Schutz der Umwelt in aller höchster Gefahr sind. Es gibt Millionen Stimmen, Zeitungsartikel, Radio- und Fernsehkommentare, dass
eine Energiewende, d.h. ein Umschwung von Fossilen- zu den Natürlichenenergieträgern, dringend notwendig sei.

Wir reden und reden, aber seit der Reaktorkatastrophe in Japan hat sich eigentlich nicht allzu viel getan. Hoffnungsvolle Ansätze sind zwar sichtbar, aber nach wie vor wird viel zu viel geredet. Natürlich sind die Solardächer ein positiver Effekt, aber sie hätten nicht einen solchen Zuspruch erfahren, ohne die hohen Zuschüssen. Auch die Windenergie wurde eifrig gefördert, nur schade, dass die Nord- Südtrasse immer noch nicht besteht, damit der Strom von der Nord- und Ostsee in die großen Zentren des Stromverbrauchs, nämlich Süddeutschland, auch hin transportiert werden kann.

Diese Unsummen von Fördergeldern müssen natürlich refinanziert werden, in der Folge, dass unsere Energiepreise Weltweit mit an der Spitze stehen und deshalb das Energiesparen in der Industrie, in den Haushalten, zur Heizung der Wohnungen usw. dort ansetzt. Das wird zwar von jedem begrüßt, aber die Motivation entsteht nur durch den Druck durch die hohen Preise, die sich nur nach obenhin, bewegen.

Dass unsere Vorfahren sich am Lagerfeuer erwärmt und gekocht haben, ist mir verständlich, aber dass wir fossile Energieträger immer noch benötigen, um Elektrizität zu er-
zeugen oder sie direkt in Wärme umzuwandeln, ist doch eigentlich peinlich, wenn wir die Energie der Sonne  als „Hightechland“ nicht sinnvoll nutzen. Vor Jahren wurde ein Sahara Projekt groß gelobt, um in riesigen Feldern Strom zu erzeugen, was in einigen Ländern wie den USA auch teilweise passiert, aber die Verwirklichung blieb aus, weil der Transport des Stroms nach Europa offensichtliche Schwierigkeiten bereitete.

Allerdings lassen allerneueste Forschungsergebnisse hoffen: Nach der Umwandlung von Sonnenenergie in Strom, wird daraus Wasserstoff mit Hilfe eines Katalysators in eine gefahrlose Flüssigkeit umgewandelt. Diese soll dann, wie Rohöl, gefahrlos mit riesigen Tankschiffen nach Deutschland gebracht werden und erst im Motor wieder getrennt werden um schließlich als Wassertropfen durch den Auspuff abzufließen.

Auf dem Reißbrett klingen diese Lösungen wunderbar, aber bis zu ihrer Verwirklichung dürften einige Jahre bis Jahrzehnte in die Lande gehen. Nur weil unsere Kinder offensichtlich vernünftiger sind als wir Alten, denkt man ernsthaft darüber nach, wann Kohlekraftwerke, Braunkohlekraftwerke und Ölkraftwerke end-gültig abgeschaltet werden. Bis dahin heißt es einfach: Sparen,
sparen und nochmals Energiesparen.

Gerade deshalb sind neueste Systeme und Verfahren des intelligenten Energiemanagements und der Energieverteilung (SMART GRID) so wichtig und interessant. Und weil man elektrischen Strom nur über Batterien speichern kann, bilden beide Einheiten zusammen d.h. das intelligente Verteilungsmodul und die Batterie, ein äußerst effizientes Mittel, um Energie, z.B. Computern in Robotern und vielen anderen Anwendungsgebieten optimal zu verteilen.

Unsere beiden neuen Kooperationspartner, die Firma Olmatic und die Firma Jauch zeigen zu diesem Thema interessante Lösungen. Sehen Sie weitere Informationen im Inneren dieses Heftes.

Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

Downloads

Mai 2019

April 2019  >>

PRODUCT OF THE MONTH:
NEW TYPES OF RECTANGULAR SPEAKERS FROM CHINASOUND AND VECO

FEATURES:
• Wider frequency range and better sound, compared to other sound solutions
• Space saving shape & size
• Different impedances available
• Wide range of sizes available)
• Wire / connector assembly available
• Automotive specification available
• Expert advice & design-in support available

Downloads

April 2019

März 2019  >>

PRODUCT OF THE MONTH:
NJR4234BW – the 24 GHz microwave distance measurement sensor module

FEATURES:
• 24 GHz microwave distance measurement sensor for stationary and moving objects up to 30 m for a pedestrian
• Antenna, microwave RF circuit, base-band IF circuit, MCU and also signal processing are integrated in low-profile package (38 x 38 x 4.2 mm)
• Low-power-consumptiont
• High sensitivity mobile object detection (patented technology)
• Distance measurement signal processing
• Automatic calibration and gain control
• Radio interference prevention
• UART interface and digital CMOS output

Downloads

März 2019

Januar 2019  >>

Ein herzliches gutes Neues Jahr!

Liebe Leserinnen und Leser,

zuerst wünschen wir Ihnen ein herzliches gutes Neues Jahr. Mit viel Krach und Raketen haben wir das alte Jahr 2018 verabschiedet und das neue Jahr 2019 begrüßt. Die einen waren froh, dass sie es hinter sich hatten und die anderen schauten mit etwas bangen Blicken auf das kommende Jahr. Im Fernsehen und Zeitschriften überboten sich die Jahresvorausschauen, Prophezeiungen, Prognosen und trotzdem wissen wir alle nicht, was uns in diesem Jahr an frohen aber auch weniger frohen Neuigkeiten bewegen wird.

Eines ist uns klar geworden, der Wind in der Weltwirtschaft wird rauer. Deutschland hatte noch ein Wirtschaftswachstum von 1,5%, nicht schlecht, aber auch nicht Rekord verdächtig. Die Wirtschaftsforscher hatten ein besseres Ergebnis erwartet und unser Finanzminister Scholz hat einen Überschuss von über 10 Milliarden Euro erzielt, dies ist erfreulich.

Wir hatten einen langen Sommer mit großer Trockenheit und dadurch Verkehrsprobleme auf den Wasserwegen. Herr Trump will um alles in der Welt seine Mauer zu Mexiko aufbauen und hat uns mit manchen unverständlichen Reaktionen und Anordnungen überrascht, die den Welthandel erschweren werden. Auf der einen Seite will er sich aus der Weltwirtschaft zurück ziehen oder mit Ländergruppen neue Wirtschaftsabkommen abschließen, auf der anderen Seite bedroht der amerikanische Botschafter in Deutschland die Industrie mit Repressalien, falls die zweite Ostseegasleitung gebaut wird. Die Autoindustrie weiß auch noch nicht, ob es zu Einfuhrzöllen in die USA kommen wird und das Abstimmungsvotum des Britischen Parlaments mit der Niederlage von Frau May könnte uns als erstes Großereignis im Jahre 2019 Probleme bereiten. Die Ungewissheit über den Brexit ob er nun statt findet oder nicht, wird uns in diesen Tagen noch heftig beschäftigen.

Eines sollte uns klar sein, der Ton wird rauer und die Wachs-tumsraten werden künftig moderater ausfallen. Eine lineare Verlängerung der letzten Jahre sollte man besser nicht in Erwägung ziehen. Eine Rezession, dafür sprechen alle Anzeichen, sollte es in 2019 nicht geben, aber etwas Vorsicht ist sicherlich bei unseren wirtschaftlichen Handlungen angebracht. Ein wichtiges Ereignis wird sicherlich die Wahl zum Europaparlament sein und die Beteiligung und das Wahlergebnis spannend. Vom neuen Parlament wünschen wir uns mehr Aktivitäten im Außenbereich, aber weniger Regulierungen im EU-Bereich. Die Regulierungswut im Parlament muss gezügelt werden, damit der einzelne Bürger die Tätigkeit und den Sinn der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft akzeptieren und besser verstehen kann.

Meinen Wunsch an die Politiker wäre, mehr Praxisnähe zu praktizieren und sich auf die dringenden Probleme zu konzentrieren wie Digitalisierung, Altersarmut, Abschaffung des Solidaritätszuschlags, eine bessere Ausbildung unserer Kinder und verbesserte Vorbereitung auf den Wechsel ins Berufsleben wären notwendig. Das teilweise erschreckende Unwissen der Schulabgänger muss ein Ende finden. Arbeitslosigkeit lässt sich nur durch verbesserte Bildung vermeiden und an die Kultusminister der Länder geht der dringende Appell, in allen Bundesländern ein gleichmäßig hohes Bildungsniveau zu erzielen, denn das Nord-Süd-Gefälle zwischen den Schulen in Schleswig-Holstein und Bayern muss endlich überwunden werden.


Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

Downloads

Januar 2019

April 2014  >>

Bloß nicht bequem werden im Alter


Als wir in unserer Firma diese Woche drei Mitarbeiter verabschiedet haben, weil sie in Rente gehen wollten, und eine verdiente Mitarbeiterin war 30 Jahre bei uns und gehörte sozusagen zum bilanzierten Anlagevermögen der Firma, kam mir die Fragwürdigkeit der derzeitigen Rentenregelungen in den Sinn.


Maschinen schreibt man ab, weil sie im Vergleich zu neuen Maschinen langsamer sind, weil sie vielleicht unpräziser arbeiten, weil sie vielleicht nicht mehr die Vorteile neuer Maschinen aufweisen. Aber Menschen verschrotten, ausmustern, nur weil sie ein gewisses Alter erreicht haben? Lässt sich der Schatz an Erfahrungen, an Kenntnissen, aber auch an Gelassenheit bei der Arbeit und auftretenden Problemen überhaupt kurzfristig durch eine Neueinstellung ersetzen?
Und bei dem Betroffenen selbst – wie muss er sich fühlen, wenn nach jahrzehntelanger Arbeit seine Meinung und seine Arbeitskraft plötzlich nicht mehr gefragt sind? Es mag sein, dass ein Älterer nicht mehr so geläufig mit Computerprogrammen hantieren kann. Nicht, weil er das nicht wollte oder nicht gerne in Anspruch nehmen würde, sondern weil er es einfach nicht gelernt hat. Ein Gegenbeispiel: Seit es Taschenrechner gibt, ist das Kopfrechnen völlig aus der Mode gekommen. Wer kann noch drei oder vier Zahlen addieren oder multiplizieren oder wenigstens abschätzen, welches Ergebnis herauskommen soll? Dies ist nämlich die andere Seite unseres Lebens. Man wird auf Grund der angebotenen Hilfsmittel einfach träger.


Zur Ehrenrettung der älteren Mitmenschen sei aber gesagt, dass sich sehr viele die nötigen Kenntnisse über VHS oder andere Institutionen angeeignet haben und eifrig im Internet surfen, twittern oder mit anderen sozialen Netzwerken kommunizieren.


Nach Meinung von Gehirnforschern fängt das Älterwerden bereits mit etwa 18 Jahren an, denn mit der Leistungsfähigkeit des Gehirnes geht es spätestens ab dem 18. Geburtstag bergab. Nie wieder wird man so schnell lernen können wie in diesem Alter, meinen renommierte Hirnforscher. Die Rentengrenze mit 63 oder 65 Jahren wurde vor vielen Jahrzehnten willkürlich festgelegt, als die Menschen im Schnitt 10 Jahre früher gestorben sind und man davon ausging, dass sie nur wenige Jahre nach ihrer Pensionierung sterben würden. Aber unsere Lebenserwartung ist dank Medizin und Ernährung gewaltig gestiegen und damit auch die Ansprüche an das Leben.


Ein verrücktes Beispiel sind z.B. die Partner- oder Heiratswünsche selbst älterer Männer und Frauen, die deutlich über 65 liegen. Es ist doch ein Zeichen, dass diese Personen noch nicht mit ihrem Leben abgeschlossen haben und die Hoffnung haben, es noch ein zweites Mal zu versuchen. Wenn ich morgens in mein Büro fahre und dann bereits mutmaßliche Rentner mit dem Hund oder ohne spazieren gehen sehe, erfasst mich ein Mitleid, denn sie sind eigentlich von unserer Gesellschaft ausgeschlossen. Sie dürfen nicht mehr mitspielen im täglichen Trubel der Arbeit am Arbeitsplatz, ihr Wissen ist nicht mehr gefragt und ihre Meinung spielt überhaupt keine Rolle mehr.


Möglicherweise werden Sie jetzt protestieren und sagen, der oder die Betroffene haben ein Anrecht, nach vielen Jahren des Arbeitens, des Schuftens usw. ihren Lebensabend zu genießen, aber ich frage mich trotzdem: Genießen sie es?
Es gibt einen uralten Spruch: Wer rastet, der rostet. Ich bin der Meinung, dass dies ein kluger Spruch ist, denn vielfach geht mit dem körperlichen Rasten auch ein geistiges Rasten einher. Eigentlich schade darum.


Natürlich gibt es auch viele ältere Menschen, die sich neue Aufgaben geschaffen und gefunden haben, sei es in sozialen Dingen in Vereinen, und ohne ihre Mitarbeit wäre unsere Gesellschaft ziemlich schlimm dran. Um dies zu fördern, sollte man die älter werdenden Menschen auf ihre Pensionierung wenigstens vorbereiten und ihnen Wege zeigen, wie sie noch etwas aus ihrem Leben auch nach der Pensionierung machen können. Enkel hüten oder mit Altersgenossen Wanderungen zu unternehmen, ist dies wirklich eine befriedigende Tätigkeit?


Unsere Familienminister hätten noch viel zu tun und sollten darüber nachdenken, wie das Wissen und die Arbeitskraft älterer Menschen, und hier meine ich nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige, der Gemeinschaft erhalten werden kann und damit ihr Wohlbefinden gesteigert werden könnte. Viele Krankheiten sind nämlich auch seelisch bedingt, weil die Betroffenen nur noch täglich ihre Zipperlein zählen und sich ausschließlich mit diesen beschäftigen.


Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

Downloads

Herr Endrich Wolfgang Endrich

März 2014  >>

Es ist nicht alles Gold, was glänzt − in China


Bei einer kürzlich stattgefundenen Geschäftsreise nach China musste ich wieder feststellen, dass nicht alles Gold so glänzt, wie man es gerne hätte. 7 % Wirtschaftswachstum will man erreichen, und ich frage mich, ob hier der ADAC bei der statistischen Erfassung mitgewirkt hat. Die Stahlindustrie hat ganz erhebliche Überkapazitäten von über 300 Mio. Tonnen. Auch die Zeitungen, die einem in englischer Sprache in den Hotels zur Verfügung gestellt werden, berichten in einer erstaunlichen Offenheit von den Skandalen, mit denen sich die chinesische Bevölkerung, aber auch die Regierung beschäftigen muss.
Zuerst sei die Luftverschmutzung genannt. Während meines Aufenthaltes war in Peking mindestens 7 Tage totale Finsternis. Die Bevölkerung musste die Fenster schließen, lief mit Mundschutz durch die Straßen, von Aussicht konnte keine Rede sein. Es war dichtester Nebel, aber nicht in seiner normalen Art, sondern durch die Industrieabgase und den extremen Autoverkehr. Die Luft war um das mehr als Zehnfache verschmutzt gegenüber dem Richtwert, den wir hier in Deutschland haben und in der Zeitung wurde berichtet, dass viele Familien ernsthaft darüber nachdenken, aus Peking und anderen gefährdeten Regionen wegzuziehen.


Ein weiterer Punkt, über den ich sehr staunen musste, war die offene Berichterstattung über die Korruption und deren Bekämpfung. Seit dem Amtsantritt des neuen chinesischen Präsidenten Xi Yinping hat sich doch sehr viel geändert. Der Präsident besucht Familien und hört sich sehr offen deren Probleme an, was bisher undenkbar war. Den Provinzgouverneuren und vor allem der Parteihierarchie wurden strenge Bandagen angelegt. Üppige Essen mit Freunden oder Geschäftsleuten sind verboten, norwegisches Mineralwasser, die Flasche um sagenhafte 400 € wurden strikt verboten und einige dieser Provinzfürsten, denen man Korruption nachweisen konnte, wurden bereits ins Gefängnis eingewiesen. Die Zeitungen schreiben mit Häme, dass nun eine Flucht dieser Herrschaften eingetreten sei. Vor allem diejenigen, die bereits vorsorglich Verwandte im Ausland haben und ihr Vermögen rechtzeitig ins Ausland transferiert haben, versuchen nun, sich so schnell wie möglich ins Ausland abzusetzen. Es war schon seit Jahren sehr beliebt, die eigenen Kinder an renommierten Universitäten in England, aber vor allem in den USA studieren zu lassen, und dies bildet wohl die Basis, sich rechtzeitig vor dem Entdecktwerden abzusetzen. 


Steuerhinterziehungen, wie sie bei uns gerade regierungsseitig bekämpft werden, sind eigentlich harmlos gegen das, was seit Jahrzehnten in China gang und gäbe war. Zollbehörden, Steuerverwaltungen und vor allem die Parteigremien waren nur dadurch für die eigenen Bedürfnisse und Anträge zu gewinnen, indem man einen sogenannten „Roten Umschlag“ seinen Briefen oder Anträgen beigefügt hat. 
Ein besonders interessantes Beispiel las ich in den „Global Times“, einer englischsprachigen Zeitung, über 200 Regierungsfahrer, die die hohen Herrschaften zu allen Veranstaltungen fahren mussten. Deren Autos wurden stillgelegt und in einer öffentlichen Auktion verkauft. Das wäre noch nicht schlimm, aber diese Fahrer beklagen sich nun heftig, dass sie von geringeren Einkünften leben müssen, die weit unter dem allgemeinen Lebensniveau liegen. Es war nämlich gang und gäbe, dass der Fahrer eines Partei- oder Regierungsbonzen der mittleren und oberen Ebene von den Gastgebern Geschenke bekam, um diese an den Chef weiterzuleiten. Damit er dies aber auch mit freundlichen Worten tat, bekam er selbst ein Geschenk, sei es in Naturalien oder in Geld. Dieses sogenannte „graue Geld“ half ihnen, einen einigermaßen vernünftigen Lebensstil zu finanzieren. Man sieht an diesen Beispielen, dass Xi Yinping versucht, dieser uralten chinesischen Tradition Einhalt zu gebieten und vor allem seinen Parteiapparat zu säubern.


Auch die kleinere und mittlere Industrie stöhnt unter den neuen Maßnahmen, denn Xi Yinping hat die staatlichen Banken angewiesen, die Kreditvergabe an diese Betriebe zurückzuführen. Diese hatten sowieso entweder gar kein Eigenkapital oder haben sich bei Exportrechnungen die Gelder nach Hongkong überweisen lassen. Man wird öfter gezwungen, bei Importen aus China an unbekannte Firmen zu bezahlen, die ihren Sitz in Hongkong haben, während der Hersteller selbst im Hauptland China sitzt. Dies scheint eine sehr beliebte Methode zu sein, um im Ausland schwarze Konten anzulegen. Ich hatte den Eindruck, dass die kleineren und mittleren Unternehmen nach wie vor chronisch unterfinanziert sind, weshalb die Zahlungsziele Vorauskasse oder mindestens 30 % bei Bestellung grundsätzliche Zahlungsbedingungen sind. Man darf dies natürlich nicht mit den Großbetrieben oder der Automobilindustrie verwechseln, aber die mittelständische Industrie hat einen gewaltigen Kreditbedarf, den man unter anderem auch durch private oder organisierte Geldverleiher für 30 % oder mehr Zinsen zu überwinden versuchte, was nun von der Regierung eingedämmt werden soll.


Meine Eindrücke waren deshalb sehr gemischt und über die Befürchtungen in unseren Zeitungen, dass das Wachstum in China unbeschränkt weitergehen und die chinesische Wirtschaft expandieren würde, sind mir doch erhebliche Zweifel gekommen. Die Löhne sind in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen, man versucht, eine Krankenversicherung und eine Rentenversicherung für die Arbeiter aufzubauen, wodurch sich die Herstellungskosten der mittleren Firmen fast verdoppelt haben. Die Folgen sind Firmenverlagerungen nach Vietnam oder andere asiatische Länder.


Ein weiteres Problem der Industrie ist die Beschaffung von Facharbeitern. Es ist bekannt, dass nach dem Chinesischen Neujahr viele Arbeiter nicht mehr aus ihren Wohngebieten im Norden und Westen Chinas an ihre Arbeitsplätze im Osten zurückkehren. Da man jetzt aber auf Qualitätsarbeit immer mehr angewiesen ist, braucht man Facharbeiter, die entsprechende Kenntnisse haben. Duales Schulsystem und Ähnliches kennt man nicht, die Arbeiter werden nach wie vor von der Straße geholt und mit „Learning by doing“ für die vorgesehenen Arbeiten geschult. Die Probleme, die sich daraus ergeben, werden jedem schnell einleuchten.


Deshalb sollten wir die Entwicklung in China mit großer Gelassenheit betrachten. Die Exportmöglichkeiten, die wir mit Produkten „Made in Germany“ haben, sind nicht nur ungebrochen, sondern eher steigend, denn auch Chinesen haben gelernt, was gute Qualität bedeutet.


Mit freundlichen Grüßen
W.Endrich

Downloads

Herr Endrich Wolfgang Endrich

Februar 2014  >>

Mindestlöhne oder was?


Vor wenigen Tagen gab es im Deutschen Fernsehen SWR3 einen interessanten Film zum Thema Mindestlöhne. Der Inhaber einer Reinigungsfirma zahlte nach Meinung seiner Mitarbeiter einen zu geringen Stundenlohn, außerdem vergütete er keine Überstunden. Es kam zum Streik, in dessen Verlauf der Chef mit seinen Mitarbeitern eine Wette einging, dass er von 1000,-€ Monatslohn bequem leben kann. Seine Euphorie wurde jedoch stark gedämpft, als er sich diese 1000,-€ Brutto um Lohnsteuer, Krankenversicherung und Rentenversicherung kürzen lassen musste. Gleichzeitig hatte sich der Firmeninhaber verpflichtet, einen Monat lang zusammen mit seinen Mitarbeitern die gleichen Arbeiten zu verrichten. Es kam, wie es kommen musste, der Firmeninhaber hat zwar die körperliche Arbeit gut absolviert, aber nach 20 Tagen waren seine finanziellen Mittel restlos aufgebraucht. Dieser Film gab unfreiwillig ein deutliches Schlaglicht auf die nach wie vor anstehende Diskussion, ob man generell einen Mindestlohn einführen soll und wie hoch der sein müsse, oder ob es nicht vernünftiger wäre, den Minderverdienenden eine Gehaltsaufstockung durch den Staat, das heißt, durch unsere Steuergelder zu geben. Kurz nachdem das Wahlprogramm unserer neuen Regierung veröffentlicht wurde, gab es einen Proteststurm von vielen Seiten, dass die veranschlagten 8,50 € viel zu hoch seien. 


Trotz eifrigem Lesen der Tagespresse konnte ich bisher keine umfassende Aufstellung finden, welche Branchen es im Einzelnen betreffen würde. Dass die Jobs im Reinigungsgewerbe ernsthaft gefährdet wären, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, denn Industriehallen und Bürogebäude müssen immer gereinigt werden und selbst die gefürchteten Subunternehmer mit ihren osteuropäischen Billig-Arbeitskräften müsste man auf das staatlich festgesetzte Lohnniveau festlegen können. Schließlich klappt es im Baugewerbe ja auch recht und schlecht. Das Gleiche gilt für Friseure, denn nach ein bis zwei Selbstversuchen wird man gerne wieder zu einem professionellen Friseur gehen und dann eben nicht mehr 5 oder 7 € für einen Herren-Haarschnitt bezahlen, sondern einen Betrag irgendwo um die 20 €. Wenn man bedenkt, dass ein einigermaßen ordentlicher Haarschnitt mindestens 30 Minuten erfordert, sind zumindest die Herrenhaarschnitte in Deutschland ziemlich billig. Ob Damenfriseure einen kostendeckenden Lohn erwirtschaften, entzieht sich meiner Beurteilungskraft. 


Leider haben die Sprüche „Geiz ist geil“ oder „Ich bin doch nicht blöd“ in Deutschland eine bedauerliche Erwartungshaltung herangezüchtet, dass alles noch billiger werden müsse. Wenn Bauern für ihre Milch um jeden halben Cent kämpfen müssen, um ihr Existenzminimum zu erwirtschaften oder in der Tiermast in verstärktem Maße auf Zusatzmittel im Tierfutter zurückgegriffen wird, nur damit die Tiere schneller wachsen und mehr Fleisch abgeben, dann ist schlussendlich ein bedauerlicher Wandel in den Köpfen unserer Mitbürger eingetreten. Die „Geiz ist geil“-Methode schadet nämlich letztendlich nur dem Verbraucher und nutzt ihm nicht! Wenn im Auto schlechte Teile verwendet werden, die zu Rückrufen führen, wenn der KFZ-Handel von gefälschten Originalteilen überschwemmt wird, die die Sicherheit des Fahrzeugs gefährden können, wenn ein Becher Fruchtjoghurt, der nur noch 0,25 € pro Becher kostet, fast gar keine Fruchtbestandteile mehr enthält, dafür viel Wasser und Zucker, dann „bescheißen“ (Entschuldigung für dieses Wort!) wir uns doch nur selber. Eigentlich müsste jemand jetzt die Werbebotschaft verkünden „Geiz ist dumm!“.


Dass jetzt ein ganzes Volk auf Überfremdung seines Landes reagiert, hat uns jetzt vor zwei Wochen die Schweiz gezeigt. Allerdings ist ein Fremdenanteil von 23 % auch wirklich sehr hoch. Die Schweizer Befürchtungen liefen dahin, dass es durch noch weitere Einwanderung von italienischen und osteuropäischen Bürgern zu Lohndumping kommen könnte, wodurch die relativ hohen Löhne und Gehälter unterboten würden. Nicht umsonst überqueren jeden Tag tausende Deutsche die Grenze von Deutschland zur Schweiz oder verlassen Ärzte Deutschland, um in der Schweiz zu praktizieren. 
Man sieht also, dass auskömmliche Mindestlöhne sehr wohl notwendig sind, um die staatlichen Unterstützungszahlungen zu reduzieren. Dass die Diskussion um die Mindestlöhne, die ja eigentlich in vollem Umfang erst in 2 Jahren eingeführt werden sollen, versachlicht und auf den Boden von nachprüfbaren Tatsachen gestellt werden muss, dass aber auch ein ganzes Land in Verruf geraten kann, nur weil es seine Interessen und seinen erworbenen Besitzstand unbedingt verteidigen will. Vergessen darf man aber auch eines nicht, dass durch unsere „Geiz ist geil“-Politik erst Industrialisierungen in Kambodscha, Vietnam, Thailand, auf den Phillipinen und auch China stattgefunden haben und die Arbeiter dort für einen Hungerlohn arbeiten müssen, nur damit wir hier bei H&M eine Unterhose für weniger als 1 € kaufen können. 


Dass wir auf Kosten dieser Arbeiter leben und diese unseren Wohlstand finanzieren, sollte uns sehr wohl bewusst sein. Auf der anderen Seite, wenn man nicht Fabriken in diesen Ländern hochgezogen hätte, wären Millionen Arbeiter dort ohne Arbeit. Wie man sieht, ist eine eindeutige Entscheidung, was das bessere Übel ist, nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen
W.Endrich

Downloads

Herr Endrich Wolfgang Endrich

Januar 2014  >>

embedded 2014


Nürnberg, 25. - 27. Februar 2014

Willkommen auf unserem Stand 259, Halle 1

Downloads

embedded 2014