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Februar 2020  >>

PRODUCT OF THE MONTH:
PAN1780 – NORDIC IC BASED BLUETOOTH LE V5.0 MODULE

FEATURES:
• Surface mount type dimensions: 15.6 x 8.7 x 2.1 mm
• Nordic nRF52840 featuring ARM Cortex-M4F with 64 MHz
• Embedded 1 MB flash memory and 256 kB internal RAM
• LE 2 Mbps high-speed PHY, LE long range coded PHY
• Qualified Bluetooth mesh profile stack
• Chip antenna on board

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Februar 2020

Januar 2020  >>

WIR SIND NOMMINIERT! "Produkte des Jahres 2020"
Stimmen Sie jetzt ab für unseren interaktiven Spiegel in der Kategorie "Industrial & IoT"!
www.elektronik.de/pdj20

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Rückblick auf das Jahr 2019 ist zwiespältig. Es hat mich gefreut, dass die Energiewende endlich realisiert wird und wohl jeder Gutwillige kapiert hat, dass es mit unserer Erde bergab gehen wird, wenn wir nicht endlich Maßnahmen ergreifen, um der Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten. Auch wenn Deutschland angeblich nur 2% dazu beiträgt, nehmen wir in der Welt doch eine Vorbildfunktion ein. Dass es gerade eine 16-jährige Schülerin aus Schweden sein musste, die uns energisch auf Trab gebracht hat, ist zwar ein Trauerspiel, aber jetzt hat wohl auch der letzte Gutwillige auf dieser Erde begriffen, dass wir etwas tun müssen.Seien es die Plastiktüten, die wegfallen sollen, oder die Plas-tikflaschen, neue Katalysatoren, die die Dieselautos sauberer machen, eine zeitliche Festlegung wann der Braunkohle-Abbau eingestellt wird und noch viele andere Details. Wie so oft im Leben gibt es aber auch Übertreibungen im Überschwang der Gefühle, denn z.B. eine Heraufsetzung des Benzin- und Dieselpreises auf 2€ oder mehr pro Liter würde viele Bundesbürger sehr hart treffen. Leider hat die Bestandsaufnahme unserer Lebensumstände auch viele Fehler zu Tage gebracht, z.B. dass die Bundesbahn das Schienennetz und die Modernisierung in Richtung Digitalisierung sträflich vernachlässigt hat, dass wir extremen Wohnungsmangel gerade in den Ballungszentren haben, weil wir den sozialen Wohnungsbau seit Jahrzehnten vernachlässigt haben oder der Bau von neuen Windkraftanlagen dramatisch zurück gegangen ist, weil man die betroffene Bevölkerung nicht rechtzeitig und eingehend von der Notwendigkeit der Windkraftanlagen überzeugt hat und gerade dabei ist, dies durch die Festlegung des 1000 – Meter-Abstandes zwischen Windkraftanlage und erster Bebauung noch zu verschärfen. Wie so oft gilt der alte Spruch: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass! Auch, dass die Landwirtschaft weniger Dünger verwenden soll, die Tierhaltung humanisiert wird, schnellstens neue Wohnungen gebaut werden, die Elektro-Mobilität schleunigst eingeführt wird, obwohl noch kein bundesweites Netz von Zapfsäulen vorhanden ist. Auch unsere Politiker sind alle dafür, dass ab sofort alles anders werden muss, dass sich der Staat zu verschulden habe, obwohl Milliarden Euro für geplante Bauvorhaben noch auf den Konten liegen, da die Planungen hinterher hinken, sei kurz erwähnt. Ich freue mich, dass wir keinen starken Konjunktureinbruch hatten, wie es viele befürchtet hatten. Auch der befürchtete und gefürchtete Brexit hat zum Glück noch nicht stattgefunden. Deshalb ist es auch äußerst schwierig, voraus zu planen und zu sagen was im neuen Jahr wohl passieren wird. Um ehrlich zu sein, wir wissen es nicht. Ein Blick in die Glaskugel bleibt uns verwehrt, deshalb sollten wir optimistisch sein und unsere Situation nicht unnötig schlecht reden. Aber eine Tatsache bleibt unweigerlich bestehen: nämlich den Schutz unserer Erde voran zu treiben, Sonntagsreden sind jetzt wenig hilfreich, wir müssen es energisch anpacken und jeder für sich seinen Teil dazu beitragen, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder in einer Welt leben können, die nicht extrem verschuldet ist, die lebenswert ist, nicht von Dürreperioden, Hochwasser und Ähnlichem unbewohnbar wird und Millionen von Menschen ihren Lebensraum verlieren, weil es sich darin nicht mehr wohnen lässt. Unserem Land ist es noch nie so gut gegangen wie heute, wir haben jahrzehntelang in Frieden gelebt und dass dies so bleiben möge, wünsche ich uns und unseren Nachkommen von ganzem Herzen für das kommende Jahr 2020.

Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

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Januar 2020

Dezember 2019  >>

We wish you all a Merry Christmas and a Happy New Year. Thank you very much for your trust and for further good cooperation.

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Dezember 2019

November 2019  >>

Endrich Group goes Social Media!

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November 2019

Oktober 2019  >>

Gedanken zur IAA

Liebe Leserinnen und Leser,

die Internationale Automobilausstellung hat in Frankfurt begonnen. Welche Freude in Lack und PS starken Autos und gleichzeitig der Irrsinn in den Zeitungen, dass SUV´s nicht mehr in Städten fahren sollten, nur weil es einen sehr tragischen Unfall in Berlin gab und Umweltverbände würden unseren Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten gerne ins Gefängnis stecken, weil er Gerichtsurteile zu Fahrverboten in Stuttgart noch nicht umgesetzt hat. Welch ein Irrsinn, mit dem wir täglich zu kämpfen haben! Die reumütige Automobilindustrie, kaum dass sie sich vom Dieselskandal erholt hat, überschlägt sich nun mit neuen E-Mobilen, größer, schöner, teurer, auch SUV´s und alle entweder mit E-Motor oder Hybrid.

Ist es wirklich die ehrliche Meinung der Automobilindustrie, dass das E-Mobil-Zeitalter jetzt angefangen hat oder nur ein Schuldeingeständnis, dass man sich viele Jahrzehnte auf den bisherigen Technologien ausgeruht hat und erst der Dieselskandal den schönen Träumen nach größer, schöner, schneller ein jähes Ende bereitet hat?

Ich bin der Meinung, wir sind gerade dabei, den nächsten Irrsinn einzuläuten, vor lauter Reue und praktiziertem Umweltbewusstsein verfällt man jetzt in einen neuen teuren Irrtum, den man noch bitter bereuen könnte. E-Autos sind erstes teuer! Schon ein Smart kostet über 20.000 Euro und selbst Kleinwagen sind nicht unter 30.000 Euro zu bekommen. Zweitens: sie haben eine begrenzte Reichweite von ca. 400 - 500 km. Für Außendienst Mitarbeiter, aber auch für Urlaubsfahrten ins Ausland sind diese Fahrzeuge völlig ungeeignet. Wenn es mehr KM-Reichweite geben soll, dann steigt der Preis für eine E-Batterie über 7000 - 8000 Euro! Je nach Typ kommt noch die lange Ladezeit hinzu. Sehr gut, werden die einen sagen, endlich eine Kaffeepause, aber ist dies wirklich notwendig?

Die flächendeckende Versorgung mit E-Tankstellen, auch im ländlichen Raum, wird noch Jahre dauern, von den immensen Kosten einmal abgesehen. Und selbst wenn alles jetzt so schnell mit der Umstellung von Diesel und Benzin auf E-Mobilität gehen sollte, sei die Frage erlaubt: Gibt es eigentlich genügend Batterien für die Millionen von Autos die man angeblich plant?

Ich frage mich, warum ist die Autoindustrie so zögerlich mit der Brennstoffzellen Technologie? Ich habe diese Frage schon mehrfach in diesen Beiträgen gestellt und einige Kritik einstecken müssen. Aber wenn die Möglichkeit einer noch besseren und vor allem billigeren Lösung besteht, sollten wir unser Gehirn nochmals einschalten. Auch hier einige Fakten: Haben wir genügend Strom zur Verfügung, wenn die Kohlekraftwerke stillgelegt werden und unsere Strompreise die höchsten in Europa sind! Die Investitionen in Windkraftwerke sind dramatisch zurückgegangen, da sich gerade die Umweltverbände nach wie vor negativ gegen die Stromleitungen von der Nordsee in den Süden sträuben und die „Verspargelung“ der Landschaft beklagen.

Fahrversuche mit der Brennstoffzelle gibt es seit über einem Jahrzehnt, offensichtlich positiv, sonst hätte man die Versuche schon lange eingestellt. Wasserstoff haben wir in unermesslichen Maße zur Verfügung, den Strom könnte man nachts billig in Wasserstoff umwandeln mit geringen Kosten und das vorhandene Tankstellennetz zusätzlich mit Wasserstofftanks versehen. Der Tankvorgang wäre auf wenige Minuten beschränkt und die Investitionskosten in die Infrastruktur würden dramatisch sinken. Die teuren Lithiumbatterien würden wegfallen und damit die Autopreise dramatisch sinken und viele andere Fragen z.B. nach der ausreichenden Rohstoffversorgung mit Lithium wären ebenfalls mit einem Schlag vom Tisch. Warum hat die Automobilindustrie nicht den Mut, einmal den „deutschen“ Weg zu gehen und federführend für die anderen Länder einen Weg der Vernunft zu gehen. Die Weichen für die Zukunft werden jetzt gestellt.


Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

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Oktober 2019

September 2019  >>

Künftiger Wohlstand mit Abstrichen

Liebe Leserinnen und Leser,

Unsere aktuelle Presse, Fernsehen und Radio überschlagen sich geradezu mit schlechten Meldungen, Umsatzrückgang, Auftragsrückgänge, drohende Arbeitslosigkeit. Leider stimmt es, dass die Zukunftsaussichten unserer Wirtschaft für das kommende Jahr oder Jahre derzeit nicht besonders rosig sind. Die Gründe sind vielfältig. Einerseits ist es der unsinnige Zoll- und Wirtschaftskrieg, den Herrn Trump angezettelt hat, um seine amerikanische Wirtschaft auf Touren zu bringen und damit seine Wahlchancen zu verbessern.

Es gibt aber auch einige andere Gründe, dass unser Wirtschaftswachstum ins Stocken gerät. Sehr oft haben sich große Firmen auf ihren Erfolgen allzu lange ausgeruht und die Trends der Zukunft nicht realisieren wollen. Die Autoindustrie ist ein gutes Beispiel dafür. Aber auch die sogenannte Energiewende kann man nicht gerade als Erfolgsstory verkaufen, und dass gerade unsere Kinder uns zurück in die Realität rufen müssen, ist wirklich ein Armutszeugnis. Dass sich der Energiemix, weg von Fossilen Brennstoffen, zu Elektrizität und damit Strom aus Wind, Wasser und Solarzellen ändern wird, war schon lange zu sehen, nur hat man nicht die richtigen Konsequenzen daraus gezogen.

Auch die Frage der Stromspeicherung wird noch einige Probleme mit sich bringen, denn die Frage, ob man bei Batterietechnik bleibt oder auf Brennstoffzellen umstellt und damit auf Wasserstoff, dürfte noch heiße Diskussionen unter Fachleuten aufwerfen. Die Bedeutung der Brennstoffzellentechnologie wird immer Konkreter, denn Solarstrom über Elektrolyse in Wasserstoff zu verwandeln wird immer effektiver. Die Forschung hat Wege gefunden, Wasserstoff über Beigabe von Chemikalien zu neutralisieren, d.h. die Explosionsgefahr von Wasserstoff bei der Handhabung zu eliminieren, hat große Fortschritte gemacht.

Seit Jahren ist die Digitalisierung IOT, 5G-Netze das große Thema. Der Bundeswirtschaftsminister verspricht Fördergelder, wo immer es nötig sei. Ich hoffe, dass das Geld auch fließen möge, aber: Man will auch den Soli abschaffen, zigtausende Brücken müssen erneuert oder zumindest saniert  werden, das Eisenbahnnetz soll erneuert werden, aber die Überschüsse bei den Steuereinnahmen dürften in der nächsten Zeit drastisch zurück gehen. Dann haben wir noch die Forderung nach erhöhten Rüstungsausgaben und nicht zu vergessen die hohen Kosten für die Einstellung des Braunkohleabbaus und die noch unbekannten Kosten für  alle Maßnahmen, die zum Schutze der Umwelt geplant sind. Daraus folgt die einfache Frage: „Wer soll das be-zahlen?“ Werden die Versprechungen und geplanten Maßnahmen wiederum Sprechblasen werden? An guten Ideen hat es unseren Politikern noch nie gefehlt, aber leider an der Umsetzung. Vielleicht hat das Abkühlen der Konjunktur etwas Gutes für sich, dass schneller und radikaler ein Wechsel bei den Energieträgern erfolgt und unser Land hoffentlich dabei eine führende Rolle spielen kann.

Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich

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Endrich News September 2019

Juli/August 2019  >>

PRODUCT OF THE MONTH:
3-65 W COST EFFECTIVE AD/DC OPEN-FRAME CONVERTER LO SERIES

FEATURES:
• Universal input: 85 – 264 VAC / 100 – 370 VDC (LO05: 165 – 264 VAC / 230 – 370 VDC)
• Operating temperature range: -25 °C to +70 °C
• High I/O isolation: 3000 VAC
• Regulated output, low ripple & noise
• Output short circuit, over current and over voltage protections
• LO15 / 30 / 45 /  65 series meet IEC / EN / UL62368 safety standards
• LO15 / 30 W series meets white goods requirements
• LO15 / 30 / 45 / 65 series have indicator lights

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Juli/August 2019

November 2016  >>

Trump – Und was nun?

Liebe Leserinnen und Leser,

Damit hatten wohl die wenigsten von uns gerechnet – einen Immobilientycoon als Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu bekommen. Vor der Wahl hat er ja für reichlich Irritationen auf allen Gebieten gesorgt und jetzt kommt die spannende Frage: Wann wird ihn das Alltagsgeschäft einholen? Die nächsten drei Monate wird er wohl quasi „die Schulbank drücken müssen“ um zu lernen, was man als Präsident einer Weltmacht so alles wissen muss. Nach dem alten Spruch: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird, wird auch unser Weltführer manche Abstriche aus seinem Programm machen müssen. Im übrigen: „Weltführer“ – genau das will er ja nicht mehr sein und die USA durch Kündigung der Handelsabkommen unabhängig machen.

Vielleicht wird er bald realisieren, dass diese Entkopplung vom Zug der Globalisierung gar nicht so leicht möglich ist. China und die anderen asiatischen Staaten, einschließlich Japan, werden sicherlich Gegenmaßnahmen ergreifen, wenn er deren Produkte mit hohen Zöllen belegt. Konsumelektronik, Handys und andere Produkte werden ja fast ausschließlich in Fernost produziert – dann werden die Preise in dem konsumfreudigen Land sofort nach oben schnellen, was seine Wähler gar nicht begrüßen dürften.

Und die Kündigung an der Teilnahme der Umweltschutzvereinbarung und der Begrenzung des CO2 Ausstoßes usw. könnte er schnell bereuen, wenn er sich anlässlich eines Hurrikans gerade in Florida aufhält und die Auswirkungen der Erderwärmung am eigenen Körper zu spüren bekommt. Als intelligenter Geschäftsmann wird er mit Sicherheit recht bald die Mechanismen der Weltwirtschaft verstehen und seine Entscheidungen danach fällen.

Auch das Thema illegale Einwanderung aus Mexiko könnte recht bald zu einer anderen Sichtweise führen, denn die Arbeitslosen in USA würden vermutlich nicht zu den Bedingungen arbeiten, wie es jetzt die illegalen Mexikaner tun. Vielleicht kann ihm dann unsere Frau Merkel die Grundzüge unserer Hartz IV Reform näherbringen, die manchen unseren Mitbürger zur Aufnahme einer Arbeitstätigkeit bewegt hat. Auch hier ist die Frage, ob die einzelnen Bundesstaaten bei einer solchen Politik mitziehen werden und wie man die strukturelle Arbeitslosigkeit in Bundesstaaten wie Ohio, wo es wenig Arbeitsplätze gibt, reduzieren kann, da die Stahlwerke und die Kohle- und Erzminen geschlossen sind. Hier müssten neue Industrien angesiedelt werden und dies kann er kurzfristig nur erreichen, in dem er US Firmen dazu bewegt, ihre billigen Auslandstöchter zu schließen. Beispielsweise könnte Apple seine Mobiltelefone nicht mehr in China sondern in USA produzieren lassen. Zusammen mit den Zulieferbetrieben hätte er sicherlich 500.000 Arbeitslose mit einem Schlag von der Straße weg. Vermutlich würden dann die Produkte teurer oder die Gewinne dieser Firmen kleiner. Und ob sich dies auf dem Weg der Gesetzgebung bewerkstelligen lässt, ist eine Frage, die sich vorab nicht beantworten lässt.

Was ich aber befürworten kann, ist sein Ziel, das Establishment, wie er es nennt, zu zerschlagen und z.B. Staatangestellten zu verbieten, fünf Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst, eine Lobbyarbeit zu übernehmen. Dies wäre übrigens auch für Deutschland ein außerordentlich hilfreiches Ziel, wenn man daran denkt, dass in deutschen Ministerien Abgesandte von Großfirmen behilflich sind, die Gesetze zu schreiben. Dies wäre, nach meiner Meinung, eine wunderbare Basis für eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA.

So gesehen, kann einem Herr Trump nur leidtun, denn jetzt kommt die Stunde der Wahrheit, wo er versuchen muss, seine Versprechungen in die Tat umzusetzen. Denn bei 50% der Wähler, die für ihn gestimmt haben, steht er im Wort, eine Veränderung herbeizuführen. Zu beneiden ist Herr Trump also nicht. Und deshalb sollten auch wir mit einer gewissen Gelassenheit, aber auch Neugier, die nächsten Monate abwarten, um seinen Lernprozess mit Interesse zu verfolgen. Es wird Veränderungen geben. Darüber besteht kein Zweifel. Aber ob sie sich für uns so negativ darstellen werden, wie sie derzeit in der Presse und von selbsternannten Propheten vorausgesagt werden, bleibt abzuwarten. In jedem Falle: Es wird spannend im Jahre 2017.

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

September 2016  >>

Ein Jahr der Freude

Liebe Leserinnen und Leser,

Dieses Jahr ist wirklich ein Jahr der Freude, denn zuerst wurde unsere Geschäftsführerin Frau Dr. Christiane Endrich von den Lesern der Markt &Technik zur Managerin des Jahres in der Kategorie Distribution KMU gewählt und nun konnten wir gleich sechs Plätze bei der Leserwahl der Zeitschrift Elektronik zum „Distributor des Jahres 2016“ gewinnen.

Wir möchten uns hiermit ganz herzlich für Ihre Stimmen bedanken!

Durch Ihre Abstimmung haben wir gleich 3 Mal den 1. Platz in der Produktkategorie Displays bei nachfolgenden Kriterien belegt:

• Technische Kompetenz & Support
• Produktverfügbarkeit Volumen
• Lieferservice Muster

Zusätzlich kamen wir auf den 2. Platz im Produktbereich Passive Bauelemente beim Kriterium:

• Lieferservice Volumen

und weitere 2 Mal im Bereich Displays bei den Kriterien:

• Gesamteindruck
• Lieferservice Volumen

Wir sind stolz, dass wir von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, so positiv bewertet wurden und Sie uns zu einem der herausragenden Distributoren in Deutschland gewählt haben!

Es ist auch weiterhin unser Bestreben, Sie in vollem Umfang mit unseren Produkten und Lösungen zufrieden zu stellen und Ihnen den bestmöglichen Support zu liefern.

Wir freuen uns deshalb auch, Sie auf unserem Messestand auf der electronica in der Halle 5 Stand 124 vom 08. - 11. November begrüßen zu dürfen. Wir werden dort interessante Neuheiten ausstellen, mit denen Sie unter anderem im Bereich des IoT Impulse bekommen, um im Wettbewerb der Innovationen vorne zu liegen.

W. Endrich

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Fr. Dr. Endrich Verleihung Photo: Horacio Canals / Elektronik

Juli/August 2016  >>

Danke England

Seit der letzten Endrich News, Ausgabe Juni, hat sich in Europa einiges geändert. Der von vielen befürchtete, aber von keinem erwartete Brexit wurde vollzogen. Warum danke an England? Ich glaube, dass man jetzt endlich in Brüssel zur Besinnung kommt und erkennt, dass viele EU-Bürger, natürlich konzentriert in England, mit der permanenten Einmischung der EU, selbst in die lächerlichsten Kleinigkeiten unseres Lebens, nicht mehr einverstanden sind. Die permanente Bevormundung aus Brüssel muss ein Ende haben und die beiden EU- Führer, Schulz und Junker, müssen zusammen mit den Präsidenten oder Ministerpräsidenten der 28 Mitgliedsländer, nachdenken, welche Ziele die EU in Zukunft verfolgen soll. Nach meiner Meinung ist es mit Sicherheit die Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Handelsabkommen, wie dieses mit Kanada und U.S.A., vernünftige Regelungen bezüglich der Einwanderungen in die EU-Länder, Freiheit der Arbeitsplatzwahl in den Mitgliedsländern sowie einige Bereiche, wo eine Staatengemeinschaft von über 500 Millionen Einwohnern mehr Macht hat als die einzelnen Mitgliedsländer.

Ein weitere Punkt wäre, die Länderregierungen zu einer verantwortungsvollen Finanzpolitik zu ermahnen und zu erziehen und schließlich die Jugendarbeitslosigkeit, vor allem in den südeuropäischen Ländern, dramatisch zu bekämpfen. Das wären Gemeinschaftsaufgaben, die auch von den Bürgern jedes Mitgliedlandes verstanden und akzeptiert werden könnten und die vor allem den rechtspopulistischen Parteien in den einzelnen Ländern den Wind aus den Segeln nehmen würden.

Wir können die Zeitrechnung nicht mehr um 50 Jahre oder mehr zurückdrehen, in isolierten Ländern leben, die Zollschranken hoch setzen, den freien Warenverkehr beschränken und glauben, dass dann heile Welt besteht. Deutschland lebt vom Export und die Vollbeschäftigung, die wir heute glücklicher Weise verzeichnen können, beruht nur darauf, dass deutsche Firmen auf der ganzen Welt aktiv und bemüht sind, ihre Produkte in unterentwickelten Ländern, aber auch in asiatischen Ländern zu verkaufen. Dazu gehört aber fundamental, dass man sich, vor allem in den südeuropäischen Ländern, bemüht, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Ausbildung der Jugendlichen wesentlich zu verbessern. Unser duales Bildungssystem sollte ein Vorbild sein.

Was den Brexit betrifft: Vor wenigen Tagen hat die englische Zentralbank die Zinsen auf 0,25 % gesenkt. Die Immobilienwirtschaft und die Bauwirtschaft klagen bereits deutlich über eine beginnende Rezession, und es treten jetzt die Folgen ein, die man vor dem Brexit vielfach publiziert hat, die aber von der Bevölkerung nicht ernst genug genommen wurden. Die vorherige englische Regierung hat sicherlich viele Fehler gemacht und sich um die Wirtschaftsförderung, vor allem in den nordenglischen Provinzen, zu wenig gekümmert. Die früher florierende Stahl- und Kohleindustrie, aber auch die Werften, sind nicht mehr wettbewerbsfähig und die Regierung hat es versäumt, dort Hightech-Firmen zur Ansiedlung zu bringen. Nordirland hat schon seit Jahrzehnten durch die Senkung der Gewinnsteuern dem entgegen gesteuert und viele US-Firmen dazu bewogen, Niederlassungen in Nordirland zu gründen.

„Brexit ist Brexit", wie es in England jetzt heißt, und wir alle werden damit leben müssen. Wir dürfen trotzdem nicht vergessen, dass England unser drittgrößter Exportpartner ist und es bleibt spannend, wie sich die Austrittsverhandlungen gestalten werden. Bisher ist der offizielle Brexit, das heißt die Kündigung der EU-Verträge, noch nicht erfolgt. Wie auch immer diese Verhandlungen ausgehen mögen – für Europa, für die EU, war der Brexit von England ein Schuss vor den Bug des Establishments in Brüssel. Das kleinkarierte Reglementieren muss aufhören. Dann könnte man auch das Heer der EU-Beamten und die damit verbundenen hohen Verwaltungskosten nennenswert senken.

Leider haben die Terroranschläge in Frankreich und Deutschland sowie die Politik von Herrn Erdogan in der Türkei die öffentliche Wahrnehmung durch die Presse zum Thema EU derzeit verwischt. Nichtsdestoweniger bleibt die Forderung, dass man in Brüssel ein neues Kapitel für die zukünftige Tätigkeit der EU aufschlagen muss.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich Wolfgang Endrich

Juni 2016  >>

Alles Brexit oder was?

Liebe Leser,

wenn Sie diese Zeilen lesen, wissen Sie bereits, ob sich England zum Austritt aus der EU entschieden hat, oder verbleiben möchte. Wenn man sich für den Austritt entschieden hat, gibt es einen Verhandlungsspielraum von zwei Jahren, innerhalb dessen der Austritt besprochen und reguliert werden soll. Ob es dann vollzogen wird, ist sicherlich fraglich. Es würde aber auch weitere Begehrlichkeiten in anderen Ländern wecken, denn wenige Tage nach der Volksabstimmung in England finden Neuwahlen in Spanien statt, und dort liebäugelt man auch mit einem Austritt.

Warum kommt es jetzt zu diesen separatistischen Tendenzen? Es ist sicherlich richtig, dass man bei der Gründung der EU bei aller Euphorie über den beendeten Krieg und das unsagbare Leid, das damit verbunden war, nur noch eines wollte: Frieden. Aber dies ist jetzt 70 Jahre her und die nach 1945 Geborenen wissen gar nicht, was es bedeutet, in einem Krieg zu leben. Wir alle hatten nach Kriegsende nur einen Wunsch: Nie wieder Krieg und endlich Beendigung der Feindschaft mit unseren Nachbarn. Jahrhunderte lang gab es in Europa Kriege, Eroberungskriege, Machtgelüste der Regierenden. Aber genutzt hat es in Wirklichkeit keinem. Die kaiserlich königliche österreichische Donau-Monarchie ist von der Bildfläche verschwunden, Polen wurde mehrfach auf der Landkarte verschoben, als Russland den Ost-Teil von Polen annektierte oder Deutschland Polens westliche Gebiete. Einen wirklichen Nutzen hat keiner gezogen. Deshalb war es allerhöchste Zeit und eine Großtat von de Gaulle und Adenauer, endlich Frieden zwischen den sogenannten „Erbfeinden" zu schließen. Es entstand der Wunsch, die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen, was nach einigen Jahren 1958 schließlich in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft seinen Abschluss fand. 1993 wurde die EWG in Europäische Union umbenannt.

Vielleicht war man bei der Konstruktion und der Festlegung der Gemeinsamkeiten zu optimistisch bei der Annahme, man könne die Völker Europas unter einen Hut zwingen. Unsere Mentalitäten sind einfach zu unterschiedlich. Angefangen von den Sprachen bis hin zu Lebensgewohnheiten, haben wir ein buntes Gemisch von Menschen mit unterschiedlichen Lebenszielen und genereller Einstellung zum Leben. Und nun wurde in Brüssel eine Zentralregierung geschaffen, die sich gewaltig aufblähte und meinte, sie sollte alles innerhalb der EU regulieren. Das hat Hohn und Spott erzeugt, wie zum Beispiel die Normung der Krümmung von Bananen und Gurken.

Auf der anderen Seite hat sie viele Vorteile gebracht wie die Niederlassungsfreiheit und freie Berufswahl in allen Ländern, die Freizügigkeit des Reisens, den gemeinsamen Markt und schließlich die gemeinsame Währung, den Euro. Deutschland hat z.B. große jährliche Zahlungen an die EU geleistet, mit denen in schwächeren Ländern der Aufbau von Straßen und Infrastruktur-Maßnahmen finanziert wurden. Es wurde eine Solidargemeinschaft geschaffen, die heute der jüngeren Generation nicht verständlich genug ist. Warum sollen wir mit unserem Geld spanische Banken retten usw.?

In den einzelnen Ländern haben sich nationalistische Tendenzen in Parteigründungen gebildet, die die Vereinheitlichung Europas nicht mehr akzeptieren. Die Spitzen dieser Parteien haben es abgelehnt, die Regulierungswut aus Brüssel zu akzeptieren und dem Volk eine eigene Parteipolitik gepredigt, die völlig konträr zu der Politik des EU Parlamentes verläuft. Es sind vor allem die sozialen Aspekte, die uns heute auseinander dividieren. Zum Beispiel die wöchentliche Arbeitszeit, der Arbeitslohn, Kündigungsschutz usw. Dass die Welt von 2016 eine andere ist als die von 1945, hat man vielfach vergessen, und die vielen Vorteile der EU nimmt man als selbstverständlich an. Vor allem die südeuropäischen Staaten haben ihre Ausgaben unmäßig erhöht, um ihren Völkern soziale Leistungen zu geben, die sie nicht mehr finanzieren können, aber für Wählerstimmen nützlich waren. Man hat völlig übersehen, dass wir alle im 21. Jahrhundert von dem freien Handel leben. Deutschland ist in Folge seiner starken Industrie zu einem immer stärkeren Industriestaat aufgestiegen, was sicherlich auch der Disziplin unserer Politiker und Gewerkschaften zu verdanken ist. Aber unsere Nachbarn (Italien, Spanien, Frankreich) haben leider in dieser Hinsicht nicht mitgezogen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in ihren Ländern der Neuzeit, dem Welthandel und der internationalen Konkurrenz nicht angepasst.

Deutschland lebt vom Export! Unser Wohlstand begründet sich in dem gewaltigen Export, den wir jährlich realisieren, der aber nur möglich ist, weil wir bereits mit der Schulbildung und der Ausbildung von Jugendlichen weltweite Maßstäbe gesetzt haben. Anders kann man die sozialen Unterschiede unserer Nachbarländer und die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Italien, Spanien, Frankreich nicht erklären. Es wurde viel versäumt. Leider wurde den Menschen dieser Länder nicht vermittelt, dass sozialer Wohlstand nur mit harter Arbeit verbunden ist.

Vielleicht wären diese Brexit-Tendenzen Anlass für die Politiker aller Länder nachzudenken, ob man jenseits parteipolitischer Interessen nicht versuchen sollte, aus Europa doch noch eine echte Wirtschaftsgemeinschaft zu formen. Ein weiterwursteln wie bisher hat keine Zukunft und führt zum sozialen Abstieg dieser Länder.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

Elektronik-Leserwahl: "Distributor des Jahres 2016"

Zum 10. Male ruft die Fachzeitschrift Elektronik ihre Leser zur Wahl „Distributor des Jahres" auf. In Zusammenarbeit mit dem FBDi wurden in diesem Jahr die Kategorien überarbeitet und erweitert, um sie an die Trends der letzten Jahre - z. B. Industrie 4.0 oder Internet der Dinge - anzupassen.

Wer hat die beste Auswahl, wer den besten Service? Bewerten Sie Ihre Handels- und Logistikpartner. Geben Sie Ihre fachkundige Meinung bis zum 22. Juli 2016 ab!

Wir würden uns freuen, wenn Sie an dieser Wahl teilnehmen und Ihre Erfahrungen mit uns beurteilen würden. Wählen Sie Ihren Spitzenreiter und gewinnen Sie attraktive Preise!

Alles Weitere erfahren Sie über diese Internetadresse: www.elektroniknet.de/distribution/sonstiges/artikel/130499

Vielen Dank!

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Manager des Jahres 2016 Dr. Christiane Endrich, Geschäftsführerin

Mai 2016  >>

Idealismus gegen Realismus

Der deutsche Blätterwald ist derzeit voller Vorschläge, was unsere Regierung, vor allem Frau Merkel, zu tun und zu lassen hat. Soll Frau Merkel auf den Tisch hauen und ein energisches NEIN verkünden oder versuchen das Problem diplomatisch zu lösen.

Zeitungsumfragen in der Bevölkerung fordern ein energisches Vorgehen, zum Beispiel in dem Fall Erdogan gegen Jan Böhmermann, oder beim Zustrom von Flüchtlingen aus Syrien. Hätte man die Grenzen aus moralischen Gründen offen lassen sollen, oder sollte man das Schließen der Grenzen und damit den Zustrom von Flüchtlingen abstoppen für gut befinden? Wie fühlen wir uns, wenn wir im Fernsehen sehen, wie Tauschende von Flüchtlingen in schlammigen Lagern und bei Kälte in Griechenland oder Moldawien dahinvegetieren. Soll man auf des Volkes Stimme hören oder rein rational Entscheidungen treffen? 

Die Frage, ob die Regierung richtig entschieden hat oder falsch, beantwortet sich erst sehr viel später.

Gehen wir in die Geschichte zurück, so gibt es Fälle, wo Regierende falsch entschieden haben und im guten Glauben handelten, das Richtige zu tun. Ein historisches Beispiel ist zum Beispiel das Münchner Abkommen vom September 1938, wo die Kanzler und Präsidenten von England, Frankreich und Italien zugelassen haben, dass Hitler das Sudetenland annektiert. Und nur aus dem Grund, den Frieden zu bewahren. Ein energisches NEIN hätte vielleicht den Zweiten Weltkrieg verhindert. Beispiele aus der Neuzeit ist der Appell von Frau Merkel während der Wirtschaftskrise anlässlich der Lehmann Bank Pleite, dass die Sparguthaben sicher sind, wodurch sie einen Sturm auf die Banken verhindert hat, oder die Einführung der Hartz IV Gesetzgebung durch Kanzler Schröder, wodurch langfristig die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sprunghaft zurück gegangen sind. Es waren jeweils mutige Entscheidungen, die von der Bevölkerung nicht immer mit Begeisterung akzeptiert wurden. Die SPD leidet heute noch unter dieser mutigen Entscheidung, obwohl sie für die deutsche Wirtschaft sicherlich die beste Entscheidung war. Oder nach dem Reaktorunglück in Japan die Entscheidung von Frau Merkel zur Energiewende. Alle diese Entscheidungen waren eine neue Form der Realpolitik, die sich positiv auf unsere Volkswirtschaft ausgewirkt hat. Es gibt aber auch genug Beispiele, wo man besser nicht auf den Volkswillen gehört hätte, zum Beispiel die Senkung des Rentenalters auf 63 Jahre.

Wir brauchen eine neue Form der Realpolitik, die sich an den wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten flexibel orientiert. Wie will Deutschland sonst ernsthaft in dieser multiplen Krisenwelt weiterkommen? Dabei muss man den Mut haben, auch Entscheidungen gegen die sogenannte „VOX Populi" zu entscheiden und einen gesunden Realismus zeigen.

Was haben uns die Strafmaßnahme gegen Russland gebracht? Nur Schaden für die Wirtschaft und die Bevölkerung auf beiden Seiten.

Wir werden lernen müssen, dass man Despoten und totalitäre Regime nicht nach unserem Wunsch umfunktionieren kann. Man sollte viel eher die Vorschläge von Egon Bahr befolgen, der sagte: „Wandel durch Handel".

Damit lassen sich Menschenrechtssituationen effektiver zum Positiven verändern, indem sie Leistungen bereitstellen, die die Lebensbedingungen verbessern und unseren westlichen Standards annähern. Gefragt ist eine diskrete Regierungsarbeit. Zu wünschen wäre ein ethischer Realismus in der deutschen Außenpolitik und Außenwirtschaftspolitik, bei dem wir aber unsere Entscheidungsfreiheit behalten und nicht in Prinzipienreiterei verfallen und dass wir den Kopf nicht vor Diktaturen senken, ihn aber auch nicht zu hoch tragen und unsere Werte nicht zum allein gültigen Wertmaßstab erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

April 2016  >>

AfD und was sie wollen

Die Wahlen in Deutschland sind vorbei. Bis zur Bundestagswahl ist es noch über ein Jahr – noch genügend Zeit, sich mit den Zielen und Wünschen der AfD zu beschäftigen.

Wenn man das Wahlprogramm der AfD für die Region Calw/Freudenstadt zur Landtagswahl hernimmt, was ich getan habe, dann wird man das Gefühl nicht los, dass man mit der Gießkanne übers Land geht und jeder Pflanze einen Tropfen Wasser gibt oder, mit anderen Worten, man hört sich an den Stammtischen herum, was denn so gewünscht und gefragt wird. Denn es gibt für jeden etwas, dem er zustimmen kann. Z.B. die Polizei stärken, den Extremismus bekämpfen, Gängelung der Autofahrer beenden, Bau von Windkraftanlagen in dicht besiedelten Gebieten beenden, Pragmatismus statt Ideologie – keine CO2-Minderungspolitik, Rundfunkgesetzgebung reformieren, Pflichtbeiträge abschaffen, Verrohung bei Jugendlichen wirksam entgegentreten, Fairness gegenüber unseren Landwirten zeigen. Insgesamt 106 Forderungen zur Bildung, zur Familie, zur Wirtschaft, zum ländlichen Raum, zur Infrastruktur/Energie, zur inneren Sicherheit, zur Asylzuwanderung und direkte Demokratie und Datenschutz.

das gibt es ja bereits" und bei manchen man wirklich die Stirn runzeln muss.

Vor wenigen Wochen hat man in drei Bundesländern gewählt. Und die AfD hat ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt. Deshalb fällt es mir bei diesen Forderungen so schwer, den Wählerwillen zu verstehen. Waren es die sogenannten Wutbürger, die hier ihren Frust abgeladen haben? Oder die ewig Gestrigen? Oder der Normalbürger, der sich sagt, naja, probieren wir es mal mit denen? Abwechslung kann nicht schaden!

Nun sollte man jede Wahlentscheidung ernst nehmen. Aber man sollte Fragen stellen, in diesem Falle: man MUSS Fragen stellen.

Den Anfang machte der Herr Lucke mit einigen Professoren, die gegen die Einführung des Euro waren, gegen die Politik der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank unter Herrn Draghi, weil ihm die ganze Richtung, die unsere Politik in den letzten Jahren eingeschlagen hatte, so gar nicht passte. Man bemühte den Bundesgerichtshof und andere juristische Institutionen, hatte aber keinen allzu großen Erfolg. Ob die Herren mit ihrer Meinung damals Recht hatten, sei dahingestellt. Der Großteil unserer Bevölkerung ist sicherlich dafür, dass man ohne Grenzen und ohne Beschaffung von Auslandsdevisen über die Grenzen ins benachbarte Ausland fahren kann. Handel und Wirtschaft freuen sich, dass man problemlos exportieren kann und damit Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland auf nie erwartete Höhen treiben kann. Aber es gibt Menschen, die entweder aus Prinzip oder aus sonstigen Gründen dagegen sind, weil sie eine andere Vorstellung von der Welt haben.

Dies änderte sich erst, als es zur Spaltung der AfD kam und Herr Lucke mit seinen Freunden aus der AfD austrat - oder ausgetreten wurde? Und sofort änderte sich der Ton dieser Partei. Denn zwei junge, ehrgeizige Frauen, Frau Petry und Frau von Storch, hatten das Kommando übernommen und entschieden nun, was recht und was nicht recht ist. Die eine sagt, man soll an der Grenze auf Flüchtlinge schießen, die andere versucht es abzuschwächen. In den letzten Tagen bekämpft man den Islam und erklärt ihn als politische Kraft, nicht als Religion, und im Übrigen sei der Islam nicht verfassungskonform. Eine der beiden Damen erklärt diesen Unsinn und die andere versucht dann zurückzurudern oder abzuschwächen. Die vielfältigen Äußerungen der beiden Damen zeigen ein für mich wirres Bild von der Zukunft, wie man es sich vorstellt. Dabei habe ich das Gefühl, dass man die Zeit am liebsten in die 50-er Jahre zurückdrehen würde, wobei das Wort „Familie" ganz besonders hoch gehalten wird, die Frauen möglichst zurück an den Herd sollen, es keine Zuwanderung nach Deutschland gab und man sich am besten von ganz Europa abschotten würde. Hierzu ein Zitat aus dem Handelsblatt vom 23. März 2016, Seite 14: „Im Leitantrag für ihr Programm zeichnet die AfD einen Nationalstaat, der sich zum großen Teil selbst genügt, mit anderen Europäern nur ein wenig Handel treibt, sich aber sonst eher vor der Welt verschließt. Natürlich wollen sie exportieren. Aber Freihandel will man doch lieber nicht. Deshalb brauche man auch keine Währungsunion, sondern wieder die gute, alte D-Mark."

Nun sind die beiden Damen hochgebildete Akademikerinnen, die eine Juristin, die andere Chemikerin, so dass man eine gewisse Allgemeinbildung durchaus voraussetzen kann. Beide haben völlig übersehen, dass wir heute in einer globalisierten Welt leben und gerade wir Deutsche daraus sehr viele Vorteile ziehen – sonst hätten wir keine so hohen Exporte in alle Länder dieser Welt, keine so niedrige Arbeitslosigkeit und der Wohlstand würde es nicht erlauben, zum Weltmeister im Tourismus zu werden. Man übersieht wohlweislich, dass ein wachsender Wohlstand ohne offene Volkswirtschaft gar nicht mehr möglich wäre. Man bekommt das Gefühl, dass die AfD eine Sehnsucht schürt nach überschaubaren Verhältnissen, und sie möglichst keine Veränderungen tolerieren muss. Mit anderen Worten: die reine „Kirchturm-Politik".

Mit Volksabstimmungen will man den Großen da oben zeigen, was das Volk will, ohne zu berücksichtigen, welche Meinungsmacht heute die Presse hat. Die Meinung der Bildzeitung bestimmt die Meinung des Volkes. Aber welche Verantwortung wir heute als eine der führenden Wirtschaftsnationen den anderen Nationen gegenüber haben, wird völlig übersehen.

Ich frage mich wirklich, ob die Wähler wussten, was sie hier gewählt haben und ob Frau Petry und Frau von Storch wissen, welchen Unsinn sie hier von sich geben? Schön wäre, sie könnten wenigstens für eine Woche im Büro von Frau Merkel sitzen und mitbekommen, was so auf unserer Erdkugel alles passiert!

Selbstkritisch müssen wir uns fragen, ob wir es versäumt haben, unseren demokratischen Parteien, die wir sonst wählen, also CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne, unsere Wünsche und unsere Bedenken zu artikulieren und es nicht Möchtegern-Politikerinnen überlassen, sich mit immer neuen Forderungen und abstrusen Wünschen zu profilieren. Und unsere Politiker haben es vielfach versäumt, dem Volk zu erklären, warum und wieso manche Entscheidung getroffen wurde und warum sie notwendig ist. Es besteht eine riesige Kluft zwischen den Wahlbürgern und den Parlamentariern und der Regierung. Sollten wir nicht alle daran arbeiten, diese Kluft zu überwinden und entschlossen und mutig die anstehenden Probleme gemeinsam zu bewältigen, ohne durch Scharfmacher eine Vogel-Strauss-Politik zu betreiben, nur damit man die wirklichen Verhältnisse und Geschehnisse in unserer Welt nicht zur Kenntnis nehmen muss? Ist es die Angst vor der Zukunft?

Eines ist jedenfalls für mich sicher: Die Politik der beiden Damen und ihrer ehrgeizigen Anhänger wird nicht zum Wohle von Deutschland sein. Ich vermisse ein klares Bekenntnis zu unserem Grundgesetz und den Bestrebungen von Adenauer bis Merkel ein gemeinsames Europa zu schaffen, auch wenn es jetzt in der Flüchtlingsfrage gerade keine Einigkeit zeigt. Wie schön ist es, seit 70 Jahren in Frieden mit unseren Nachbarn zu leben, zum Teil ein Vorbild zu sein, wie man es besser machen kann und vor allem in die Staatengemeinschaft der EU eingebettet zu sein? Denn Deutschland hat nur 80 Millionen Einwohner mit sinkender Tendenz und die EU 320 Millionen. Aber die Weltbevölkerung bereits 4 Milliarden. Und wie wollen wir den wirtschaftlichen Druck dieser Giganten gegen unser kleines Volk erfolgreich abwehren?

AfD heißt für mich nicht Alternative für Deutschland sondern „Armut für Deutschland" – oder wie sagte der schwäbische Dichter Gerhard Raff „Herr, schmeiß Hirn ra!".

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich neu Wolfgang Endrich

März 2016  >>

Wer zuerst kommt, gewinnt!

Wer in unserer schnelllebigen Zeit Erfolg haben will, der muss auf der Wellenhöhe mitschwimmen und nicht im Wellental.

Die Industriegeschichte unseres Landes hat, nach dem Kriege viele Firmen von kleinen Anfängen zu extremer Größe wachsen sehen. Denken wir an die Firma Grundig, an die ganze Rundfunk- und Fernseh-Industrie und die Fotoindustrie. Auch internationale Konzerne, wie Microsoft, IBM, Nokia und HP haben wir auf einsamen Höhen gefeiert und jetzt sind alle leider ins Tal hinabgerutscht.

Gründe dafür sind nicht die hohen Arbeitskosten, die Gewerkschaften und andere Institutionen, sondern dass das Management den Trend der Zeit verschlafen hat. Da hilft es gar nichts, wenn man die Lieferanten bis aufs Blut knebelt, um noch bessere Preise herauszudrücken, oder schnell Fertigungsstätten in Osteuropa oder China eröffnet.

Hier ist das Management gefordert, um Trends zu erkennen, aus deutschen und internationalen Zeitschriften, auf Messen, evtl. Kongressen – dort, wo der Wettbewerb seine Neuheiten vorstellt oder Zukunftstrends besprochen werden. Ein gutes Beispiel fand ich kürzlich in einer Zeitschrift von der Firma Hekatron, die einen Prospekt unter der Überschrift „Flüchtlingsunterkünfte" herausgebracht hat und damit alle Produkte des Hauses anbietet, nämlich den Schutz der Wohnheime von Flüchtlingen durch Fernsehkameras, Brandmelder, Bewegungsmelder usw. um zu verhindern, dass diese Unterkünfte bereits vor dem Bezug abgefackelt werden. Das nenne ich Weitsicht und Gespür für die Zukunft. Damit möchte ich den alten Spruch „ITT = international traveling and talking" abwandeln in „ITL – nämlich international looking" oder einfach BENCHMARKING – über den Zaun des Nachbarn schauen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Endrich

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Herr Endrich Wolfgang Endrich

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