Programmierbare Hallsensoren

Programmierbare Hallsensoren sind eine Weiterentwicklung der digitalen Hallsensoren. Bei diesen Sensoren kann das Ausgangssignal in Abhängigkeit vom Magnetfeld frei programmiert werden. Bei vielen Hallsensor-Applikationen ist man mit dem Problem konfrontiert, dass geometrische Toleranzen, Toleranzen des magnetischen Materials und die Temperaturdrift die Messgenauigkeit, bzw. die Positionsgenauigkeit der Schaltpunkte stark reduzieren. Grundidee bei der Anwendung der programmierbaren Sensoren ist, dass man die Sensoren in der Applikationsschaltung programmiert und damit die o.g. Toleranzen kompensiert werden können.

Bei der HAL 80x-Serie werden zwei Positionen des Magneten (bei Wegmessungen meistens die Start- und Endposition) vor gegeben und die gewünschte Ausgangsspannung an diesen Punkten einprogrammiert. Der Sensor interpoliert für Zwischenpositionen des Magneten die Ausgangsspannung linear. Die Programmierung erfolgt über die Modulation der Betriebsspannung.

Die HAL 85x-Serie ist eine Erweiterung dieses Konzepts, bei der bis zu 32 Stützpunkte mit 9 Bit Auflösung programmiert werden können. Das Ausgangssignal ist pulsweitenmoduliert oder Biphase-M.


Eigenschaften
  • bedrahtete Typen (TO 92 UT)
  • interne Temperaturkompensation
  • Chopper-stabilisiert
  • Temperaturkompensation des Magnetmaterials programmierbar
  • Temperaturbereich: -40°C ... +170°C
  • mehrmals programmierbar
  • „lock“-Funktion
  • Programmierboard mit Software verfügbar

Applikationen
  • kontaktlose Schalter, z. B. im Automobilbereich
  • Messung von Dreh- und Linearbewegungen, z. B. im Maschinenbau

 

Anwendungsbeispiel: Detektion einer Linearbewegung eines Magneten

 

 
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