Digitale Hallsensoren

Mit Hallsensoren kann die Stärke eines Magnetfeldes gemessen werden. Dabei wird ausgenutzt, dass die Elektronen in einem stromdurchflossenen Leiter in Anwesenheit eines Magnetfeldes senkrecht zu den Feldlinien abgelenkt werden. Dadurch bildet sich an den seitlichen Kanten eines Hallelements eine Spannung aus. Diese Hallspannung ist proportional zum Strom und zum angelegten Magnetfeld und ermöglicht somit die Messung der magnetischen Feldstärke. In der Praxis werden sehr oft digitale Hallsensoren eingesetzt, die neben dem Hallelement einen integrierten Verstärker und einen Schmitt-Trigger enthalten.


Eigenschaften
  • SMD (SOT 89)
  • bedrahtete Typen (TO 92)
  • Schaltverhalten: Switch, Latch oder bipolar
  • kompatibel zu den meisten Logik-Familien
  • Schaltschwellen Switch: Bon/Boff: 6 mT/3 mT ... 35 mT/18 mT
  • Schaltschwellen Latch: Bon/Boff: +/- 3 mT ... +/-14 mT
  • Temperaturbereich: -40°C ... +170°C

Applikationen
  • kontaktlose Schalter, z. B. im Automobilbereich
  • Drehzahldetektion in Antrieben
  • Messung von Dreh- und Linearbewegungen z.B. im Maschinenbau
  • Endschalter
  • Schalter in verschmutzter Umgebung

 

Prinzip des Halleffekts

 

Anwendungsbeispiel: Detektion einer Drehbewegung

 

 
micronas
 
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