April 2012Der Sommer für LEDs hat begonnenDie diesjährige ‘light + building‘ in Frankfurt brachte den erwarteten Durchbruch bei LEDs. Waren vor zwei Jahren auf der Ausstellung noch vereinzelte Lampen mit LEDs zu sehen, hat sich das Bild nun völlig gewandelt. Praktisch jeder Leuchtenhersteller hat ein umfangreiches Sortiment von Leuchten auf der Basis von LEDs vorgestellt. Lange Zeit gab es die unterschwellige Meinung, dass LEDs nicht zuverlässig sind, dass sie noch nicht ausgereift seien, dass sie nur blaues Licht erzeugen und andere Argumente, die den echten Tatsachen widersprochen haben. Dies dürfte nun beendet sein. Von interessierten Kreisen wird jetzt dafür die OLED angepriesen, die bei der Hintergrundbeleuchtung von LCD-Anzeigen sicherlich ihre Berechtigung haben mögen, aber für Lampen, die eine mehr oder minder punktförmige starke Lichtquelle erfordern, können die Entwickler noch keine schlüssigen Lösungen zeigen. Es gab einzelne Leuchten mit flächenförmigen OLED-Leuchtkörpern. Wie immer die Entwicklungen und die Diskussionen ausgehen mögen − die große Zeit der Leuchtdioden ist angebrochen. Die alten Glühlampen dürfen nicht mehr produziert werden, die sog. Energiesparlampen können mit ihren Eigenschaften den Endverbraucher nicht allzu glücklich machen, denn das langsame Starten und Flackern beim Einschalten, die Empfindlichkeit gegen Kälte und dann natürlich die Verwendung von Quecksilber können den Endabnehmer nicht zufrieden stellen. Auf der light + building wurden nun mit LED bestückte Lampen aller Größen und Bauformen, mit allen Gewindearten usw. gezeigt, so dass man mit einiger Berechtigung behaupten kann, dass sie in vollem Umfange die alten Glühlampen ersetzen können. Der große Vorteil der LED-Lampen ist die Möglichkeit, die Energiekosten um bis zu 80 % zu senken, ferner eine wesentlich verbesserte Lichtqualität zu bekommen und eine Auswahl an Lichtfarben von 2700 bis 8000 Kelvin zu erhalten. In nur wenigen Jahren hat deshalb die Leuchtdiode einen Siegeszug ohnegleichen zurückgelegt, der nach meiner Meinung so schnell durch andere Leuchtquellen nicht abgelöst werden kann. Bei LEDs erwartet man einen milliardenschweren Markt, wenn man daran denkt, dass praktisch alle Anwendungen, die bisher die herkömmlichen Glühlampen hatten, durch die neuen LED-Lampen ersetzt werden können. Zu Energieeffizienz und Umweltschonung kommen natürlich die lange Lebensdauer von 50.000 Stunden oder mehr, die dem Entwickler keine andere Wahl lassen, als mit LEDs zu arbeiten. Für viele Hersteller von Leuchten war die Umstellung nicht ganz einfach, denn die Betriebe waren meistens auch von der konstruktiven Seite her hauptsächlich auf mechanische Ausführungen der Lampen ausgerichtet, so dass für die Distributoren - und damit auch für unsere Firma - ein großer Beratungsbedarf entstanden war. Viele Hersteller von Leuchten glaubten auch den Anbietern der LED nicht, dass die Lebensdauer praktisch unbegrenzt ist (weil bis zu 50.000 Stunden) und verlangten Austauschmöglichkeiten innerhalb der Lampen, falls die LED ausfallen sollten. Derzeit noch laufende Tests der Firma Citizen, deren Vertriebspartner wir sind, konnten nachweisen, dass LEDs bereits eine Lebensdauer von 45.000 Stunden im Dauerbetrieb erreicht haben, wobei die Lichtdegradation verhältnismäßig gering ausfiel, nämlich ca. 15 %. Bereits heute erreichen LEDs eine Lichtausbeute von über 100 Lumen/Watt. Ihre Anschaffung ist bezahlbar geworden, auch wenn die Amortisation je nach Anwendungsfall ein bis drei Jahre dauern könnte. Japanische und amerikanische, jetzt aber auch koreanische Chiphersteller haben erstaunliches geleistet und präsentieren auf der light + building eine enorme Vielfalt von leistungsstarken Powermodulen, bei denen in COB-Technik eine Vielzahl von Dice zu einem sogenannten Modul verbunden werden, was die Verarbeitung der Module in den einzelnen Leuchten ganz wesentlich erleichtert. So hat Citizen in den letzten zwei Jahren ein breites Programm an HighPower- und SuperHighPower-LEDs entwickelt, die bei einem maximalen Lichtstrom von ca. 18.000 Lumen bei 5.000 Kelvin und einem CRI von 80 eine Effizienz von 89,9 Lumen/Watt erzielen. Citizen bietet die neuen Produkte in verschiedenen Farbtemperaturen, von 2.700 Kelvin bis 5.000 Kelvin fast durchgängig mit dem exakten Binning nach MacAdam Step 3 an, was dazu führt, dass durch die genaue Selektion nach Farbtemperatur auch bei mehreren LEDs im Leuchtmittel oder beim Austausch einer LED in der Applikation eine entsprechende Farbgenauigkeit garantiert werden kann. Ohne Licht könnten wir Menschen auf der Erde nicht existieren. Licht, und hier vor allem die Farbtemperatur, beeinflusst ganz wesentlich das Wohlbefinden der Menschen. Versuche an Schulen haben ergeben, dass warmes Licht auf Schüler beruhigend wirkt und helle Lichtfarben mehr das konzentrierte Arbeiten fördern. Deshalb wird es immer wichtiger, eine intelligente Lichtsteuerung für Schulen, Büroräume oder Verwaltungsgebäude zu installieren, die in Anpassung an die Helligkeit im Freien - also z.B. Sonnenlicht oder dichte Wolkendecke - die Helligkeit und vor allem die Lichtfarbe in den Arbeitsräumen verändern. So ist es auch ein anerkanntes Verfahren in der Medizin, durch eine Lichttherapie Depressionen entgegenzuwirken bzw. eine positive Stimmung zu erzielen. Im Vergleich zur letzten light + building war eindeutig feststellbar, wie sehr alle LED-Chiphersteller daran arbeiten, die Effizienz zu steigern mit dem Ziel, den physikalischen Grenzen möglichst nahe zu kommen. Die Helligkeit ist inzwischen soweit ausreichend, um die meisten konventionellen Leuchtmittel abzulösen. Ein weiteres Ziel ist ein hoher Farbwiedergabewert, um dem natürlichen Sonnenlicht möglichst nahe zu kommen. Zur Verfolgung aller dieser Ziele der Lichtplaner und Hersteller von Leuchten bietet die Firma Endrich ein abgestimmtes Lieferprogramm von Citizen HighPower-LEDs bis zu kompletten Beleuchtungssystemen, bestehend aus LEDs und Halteclips nebst Federklemmkontakten, Linsen und Reflektoren, Kühlkörpern, Wärmeleitfolien sowie Vorschaltgeräten an. Die light+building war eine Reise wert! Nicht alle Tage ist Messe, aber wir bemühen uns, unseren Kunden 365 Tage im Jahr (dieses Jahr sogar 366 !!) bei der Lösung ihrer Probleme zur Seite zu stehen. Mit freundlichen Grüßen W. Endrich
|