Dezember 2011

Liebe Leserinnen und Leser,


danke, es geht mir gut! Wenn ich einen Monat geschwiegen habe, dann war das mehr der unklaren, wirtschaftlichen Lage geschuldet als meiner Lust, dazu Stellung zu nehmen.
Sie brauchen also die Endrich News wirklich noch nicht abzubestellen. Auch mein neuer Beruf in meiner neuen Firma hat mich außerordentlich beschäftigt. So langsam spricht es sich herum, dass man mit LED-Glühbirnen und LED-Leuchtstoffröhren ganz erheblich die Stromkosten reduzieren kann.
Aber nun zu einigen Themen dieses Jahres wie zum Beispiel dem ungeheueren politischen Wandel im Mittelmeerraum. Die Diktatoren von Ägypten, Libyen und Tunesien mussten weichen, auch der Herrscher im Jemen wird wohl bald sein Amt verlassen, in Syrien gibt es ernsthafte Kämpfe, die zum Sturz des Herrschers führen könnten, und gerade hört man, man glaubt es kaum, von erheblichen Protesten in Russland gegen den offensichtlichen Wahlschwindel. Die Welt ist nicht mehr so, wie sie noch vor einem Jahr war, und man traut sich tatsächlich keine Prognosen mehr abzugeben, wie es weitergehen wird.

Sehr erfreuliche Nachrichten waren die jetzt gerade abgeschlossenen Vereinbarungen der Euro-Länder zu einer intensiven Schuldenbegrenzung. Das ist sicherlich noch nicht das Ende der Krise, aber die ersten Schritte zu einer Normalisierung sind getan, wenn die einzelnen Länder verpflichtet werden, endlich Ordnung in ihre Finanzen zu bringen. Wenn wir auf diesem Weg dorthin eines der Mitgliedsländer verloren haben sollten, nämlich England, so ist es außerordentlich bedauerlich. Aber erlauben Sie die kesse Frage: Wer braucht wen mehr? England die EU-Länder oder umgekehrt?
Stellen Sie sich einmal vor, wir hätten nicht den Euro, wir müssten beim Wechsel von einem Land in das andere immer noch Devisen wechseln – in die Schweiz ist es genügend lästig – unsere Exporte wären auf einer unsicheren Währungsbasis. Der Handel und der Tourismus basieren auf dem Euro und deshalb sind auch Spekulationen, dass es bald keinen Euro mehr geben wird, und dass wir zur D-Mark zurückkehren, nur Mutmaßungen von angeblichen Sachverständigen.
In der Euphorie des Zusammenschlusses hat man dann aber wohl vergessen, dass man es mit unabhängigen Volkswirtschaften zu tun hat und dass es in den verschiedenen Ländern Politiker gab und noch gibt, die gerne mit Steuergeldern Wahlstimmen kaufen.
Trotz aller Prognosen, Einschätzungen und Statements über die nun kommende Krise, die schreckliche Inflation, der wir alle entgegensteuern, muss man sagen, dass unser Land ziemlich gelassen reagiert, vielleicht auch deshalb, weil die Industrie immer noch gut beschäftigt ist, auch wenn die Zuwachsraten natürlich nicht mehr so toll sind, wie sie noch vor einem Jahr waren. Wer nachdenkt, muss zugeben, dass dies auch fast unmöglich ist. Eine langsame Beruhigung, aber ein kontinuierlich stetiges Wachstum wäre doch für uns alle am besten.

Betrachten wir unsere Firma, dann kann ich mich nach wie vor über einen guten Auftragsbestand freuen. Eine besondere Freude bereitet mir vor allem die Auszeichnung in der Zeitschrift Elektronik, bei deren Jahresumfrage wir in der Produktkategorie „Passive Bauelemente“ beim Kriterium „Kompetenz und Support“ den 3. Platz erringen konnten, was im Hinblick auf die hochkarätige Konkurrenz eine ziemlich gute Auszeichnung darstellt.
Ferner konnten wir im abgelaufenen Jahr einige wichtige Hersteller von bahnbrechenden Technologien wie der Radar-Hochfrequenztechnik, von Treiberbausteinen für LED und Schaltreglern für DC/DC Konverter von noch leistungsfähigeren und verbesserten Hochleistungsleuchtdioden und anderen Hightech-Produkten gewinnen. Unser Portfolio erweitert und verbessert sich dadurch von Jahr zu Jahr zum Vorteil unserer Kunden.
Nachdem uns ca. 2.000 Leser der Elektronik in Kompetenz und Support gewählt haben, ist es für uns Verpflichtung und sicherlich die beste Empfehlung für unsere Firma, im kommenden Jahr noch besser zu werden, zum Nutzen unserer Kunden.

Liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute, Ihnen und Ihren Familien, sowie den Firmen, in denen Sie tätig sind, ein gutes Jahr 2012 und ein allseits gesegnetes Weihnachtsfest.


Mit freundlichen Grüßen
W. Endrich
 
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