Wichtige Information zur Situation unserer Lieferanten in Japan


31 März 2011:

CitizenCEJ Erklärung, daß keine radioaktive Belastung vorliegt. Bitte klicken Sie auf das Bild auf der rechten Seite.

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Liebe Kunden,

um der allgemeinen Verwirrung bezüglich der Kontamination von importierten Produkten aus Japan entgegenzutreten, haben wir uns mit dem Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter in Verbindung gesetzt. Danach gilt lt. Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ein Grenzwert von 4 Becquerel/cm² als zulässige Belastung. Sollten höhere Werte auftreten, sind diese auch noch nicht gesundheitsschädigend. Trotzdem ist für Transporte im freien Verkehr dieser Wert als Richtwert festgelegt. Sollten Sie also in Ihrem Hause entsprechende Messungen durchführen, bitten wir Sie von dieser Obergrenze auszugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Endrich

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Nagold 29. März 2011


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben von Ihnen die Anfrage erhalten, ob wir die aus Japan erhaltenen Waren auf Radioaktivität prüfen. Unsere Antwort ist Nein.

Obwohl wir die Notwendigkeit für eine Prüfung auf Radioaktivität derzeit nicht sehen, haben wir den-noch bei der Firma Conrad einen Geigerzähler bestellt. Allerdings ist uns bisher kein Liefertermin bestätigt worden, da derzeit ein Run auf Geigerzähler besteht.

1.   Wir bitten zu bedenken, dass auch wir hier in Deutschland ständig Radioaktivität in uns aufnehmen und radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind. Es gibt sogar Quellen im Schwarzwald, die natürlich radioaktive Strahlung enthalten. Allerdings immer in außerordentlich geringen Mengen, die für den menschlichen Körper nicht gefährlich sind. Auf Grund der großen Bedenken innerhalb der Bevölkerung, werden wir nun unsere Lieferanten anschreiben und fragen, ob sie entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Einer unserer Lieferanten, die Firma Citizen, hat uns mitgeteilt, dass sie eine externe Firma beauftragt hat, die Messung von Radioaktivität auf den Exportgütern durchzuführen.

2.   Bitte bedenken Sie aber, dass eine radioaktive Verseuchung der Produkte innerhalb der Fabrikgebäude ziemlich unwahrscheinlich ist, und wir deshalb davon ausgehen, dass die Pakete, wenn sie das Haus verlassen, frei von radioaktiver Strahlung sind. Allerdings gibt es die Möglichkeit, dass auf dem Transportweg, von der Fabrik zum Flughafen und dort bis zur Verladung, radioaktiver Niederschlag auf die Verpackungen erfolgen kann. Soweit uns jedoch bekannt ist, wird die Strahlung am Flughafen von den Fluggesellschaften gemessen.

3.   Nach Auskunft des Bundesamtes für Strahlenschutz in Bad Godesberg haben diese ein Merkblatt herausgegeben, das wir wörtlich zitieren dürfen:
„Die Eingriffswerte liegen für importierte Waren bei 370 Becquerel (Cäsium 134/137) pro Liter bzw. Kilogramm. Diese Grenzwerte gelten für importierte Waren. Daher ist auch hier nicht mit einer Verschleppung der Radioaktivität von Japan nach Europa zu rechnen. Die EU-Kommission erstellt derzeit hierzu eine neue Verordnung. Die Pflicht zur Einfuhrkontrolle von Waren und sonstigen Gegenständen an den Grenzen, einschließlich der Flughäfen und Häfen, obliegt in erster Linie der Bundespolizei und dem Zoll. Besteht nach dem Import einer Ware der begründete Verdacht auf eine mögliche Kontamination, leisten die Landesmessstellen der Bundesländer Hilfe bei der Messung und radioaktiven Bewertung. Ein begründeter Verdacht wäre etwa nach dem aktuellen Zeitpunkt aus Sicht des Bundesamtes für Strahlenschutz dann gegeben, wenn Güter oder Gegenstände unmittelbar aus der von dem Reaktorunglück stark betroffenen Region um das Atomkraftwerk Fukushima stammen.“

Wir können Ihnen versichern, dass alle von uns importierten Waren aus dem südlichen Teil Japans, d. h. südlich von Tokio, geliefert werden. Trotzdem werden wir die weitere Entwicklung, auch in Abstimmung mit dem Bundesamt für Strahlenschutz, sorgfältig überwachen. Sobald wie möglich werden wir selbstverständlich alle eingehenden Waren dementsprechend auch prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Endrich

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Übersicht über die Liefersituation unserer Lieferanten in Japan
Stand Mittwoch, 23.3.11, 12 Uhr

Liebe Kunden,

seit einer Woche haben wir Sie über die Liefersituation unserer Lieferanten informiert. Von der Produktionsseite her sind alle Lieferanten lieferfähig, aber teilweise haben unsere Lieferanten nach dem großen Schock und dem Aufräumen erst jetzt begonnen, zu prüfen, in wie weit ihre Unterlieferanten für Rohstoffe, Halbfabrikate und Verpackungsmaterial in der Lage sind, in bisherigem Umfang zu liefern. Diese Antworten stehen noch aus und werden erst im Laufe der nächsten Tage oder Wochen eintreffen. Wir bitten um Verständnis, dass wir derzeit keine weitergehenden Aussagen machen können. Prognosen über die nächsten Monate hinaus sind sowieso derzeit unmöglich. Vor allem in Hinblick darauf, dass die Situation bei den sechs Reaktoren in Fukushima derzeit noch völlig ungeklärt ist und die Auswirkungen auf die Fabriken im Umkreis von 100-150 km von den Vorsorgemaßnahmen der japanischen Regierung abhängen. Sollte es zu einer Verseuchung des Gebietes um Fukushima kommen, könnte die Fertigung im Umkreis von 50 km oder mehr für die nächsten Jahre völlig gesperrt werden. Dies sind allerdings Vermutungen oder Spekulationen von unserer Seite. Wir bitten von täglichen Anrufen an unsere Firma abzusehen. Wir werden alle Neuigkeiten nach bestem Wissen und Gewissen an dieser Stelle auf unserer Webseite veröffentlichen.

Durch diese Situation werden auch die Auftragsbestätigungen unserer Lieferanten für neueingehende Aufträge stark beeinflusst. Ob Liefertermine für bestätigte Aufträge eingehalten werden können, wird sich im Verlauf der nächsten Wochen ergeben. Sollten sich im Detail Lieferverzögerungen ergeben, so werden wir unsere Kunden unverzüglich direkt informieren. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Folgende Firmen produzieren in Japan und haben uns mündlich oder schriftlich folgende Stellungnahmen übermittelt:



Citizen Elektronic Leuchtdioden, High-Power Leuchtdioden, Sensoren Offizielle Mitteilung von Yoshihiro Gohta, des Präsidenten von Citizen:
Glücklicherweise gab es keine Opfer unter den Angestellten von Citizen Electronics und den zum Konzern gehörenden Firmen, Produktionsstätten und Verkaufsbüros in Japan. Auch in den Gebäuden und Produktionsstätten des Hauptwerkes in Yamanishi (Zentrale, Citizen Electronics Timel Co., Ltd. und drei Zuliefererbetriebe), wo 70 % der Inlandsproduktion hergestellt werden, gibt es keine größeren Schäden.  Die Hauptproduktionsstätten arbeiten seit dem 14.3.11 wie gewöhnlich 24 Stunden am Tag, obwohl die Produktion auf Grund der zeitweisen Stromabschaltungen umgestellt wurde.
Gebäude und Produktionsstätte von Citizen Electronics Fu-nehiki Co., Ltd (Bezirk Funehiki-cho, Tamura-shi, Fukushi-ma-ken) wurden teilweise durch das Erdbeben des 11. März beschädigt, aber zwischenzeitlich durch die unermüdlichen Anstrengungen der Arbeiter so weit wieder hergestellt, dass die Produktion am 14.3. wieder aufgenommen wurde. Es gibt zusätzliche Stromlieferungen in den Bezirk Funehiki. Allerdings liegt Citizen Electronics Funehiki 44 km vom Atomkraftwerk Fukushima Dai-ich entfernt. Laut den Anweisungen der Regierung, müssen Anwohner in einem Umkreis von 20-30 km um das Kraftwerk in den Häusern bleiben. Citizen Electronics Funehiki liegt außerhalb dieser Zone, aber wir haben entschieden, dass die Angestellten zu Hause bleiben, und der Betrieb ab dem 15.3. um 10 Uhr ruht. Wir errichten eine Reserve-Produktion in unseren chinesischen Niederlassungen sowie in den in Yamanashi gelegenen Produktionsstätten, für die Produkte, die in Funehiki hergestellt werden sollten. Dies wird nur geringe Auswirkungen auf die gesamte Produktion haben. Das IT-System läuft in allen Konzernunternehmen einwandfrei.
Der Zulieferer von Chips, die Fa. Nichia, ist ebenfalls nicht betroffen. Es gibt Lieferprobleme mit Verzögerungen von derzeit 2 Wochen.
Aus heutiger Sicht rechnen wir mit verspäteten Lieferungen von ca. 2 Wochen, wobei wir erst Freitag nachmittags erfahren, welche Aufträge jeweils gefertigt und vom Spediteur abgeholt worden sind. Ein Vorziehen von Aufträgen sowie Erhöhungen der Liefermengen aus Sicherheitsgründen können wir derzeit nicht bestätigen. Für die in der letzten Woche eingegangenen Aufträge erhalten wir derzeit vom Lieferanten keine Auftragsbestätigungen mit Angabe eines Liefertermins. Wir rechnen mit einer Verbesserung der Lage innerhalb der nächsten 2-3 Monate.
Everlight optoelektronische Bauteile es gibt keine Schäden, auch bei Zulieferern nicht. Alle Prozesse laufen normal.
MARUWA EMC Bauteile, VCO es gibt keine Schäden, auch bei den Zulieferern nicht. Der Transport ist nicht einschätzbar, so dass die Lieferzeiten beeinträchtigt sein können.
Nippon Ceramic Pyrosensoren, Ferrite, Ultraschallwandler die Firma produziert an der Westküste Japans. Es gibt keine Schäden, die Produktion läuft. Ob Zulieferer betroffen sind ist noch unbekannt.
NJRC ASICS und Halbleiter kleinere Schäden bei den Produktionsstätten der Firmengruppe. Es laufen Untersuchungen, ob Schäden bei Zulieferern oder in deren Fabriken bestehen. Über größere Schäden wird unverzüglich informiert.
On Semi Halbleiter hierüber liegen uns noch keine Informationen vor
PDC MLCC, Chip-Widerstände keine Schäden, auch bei Zulieferern nicht.
Sanyo Kondensatoren, Postcapper, Oscon keine Schäden, da die Produktionsstätten der Provinz Kyusyo sowie in China und Indonesien liegen. Auch bei den Zulieferern keine Probleme. Die Produktion läuft normal.
Semitec NTCs, Strombegrenzungsdioden man hat keine Schäden, die Firma produziert in vollem Umfang. Ob Zulieferer betroffen sind weiß man noch nicht.
SUN Elektrolyt-Kondensatoren die Firma befindet sich rund 700-800 km vom Erdbebengebiet entfernt. Man hat keine Schäden und kann voll produzieren. In wie weit Lieferanten betroffen sind, kann man noch nicht abschätzen
SMI Quarze, Oszillatoren Es ist nur 1 von 3 Fabriken betroffen, diese liegt in der Region Fukushima. Die Firma ist spezialisiert auf kundenspezifische und/oder Hochfrequenz-Quarze. Man rechnet mit Verzögerungen von 3-4 Wochen. Alle betroffenen Kunden wurden von uns sofort und direkt informiert.
Susumu Dünnfilm-Widerstände die Firma produziert auch in Werken an der Westküste Japans und hat keine Schäden. Ob Zulieferer betroffen sind weiß man noch nicht.
Tateyama Hersteller von NTCs die Firma hat ihre Werke an der Westküste Japans und ist vom Erdbeben nicht betroffen. Soweit man bis jetzt weiß, sind auch die Zulieferer ohne Schäden
VCO
die Produktionsstätten sind in anderen Teilen Japans angesiedelt. Man rechnet nicht mit Lieferschwierigkeiten.
YDS Widerstände, Dämpfungsglieder die zeitweise Abschaltung der Stromversorgung wird durch eigene Notstromaggregate aufgefangen, so dass die Produktion in normalem Umfang aufrecht erhalten werden kann. Z. Z. keine Kenntnis über Probleme bei den Zulieferern oder bezüglich der Lieferungen

Generelle Informationen zur Liefer- und Transportsituation in Japan (lt. DHL):

Die Folgen des schweren Erdbebens in Nordjapan wirken sich auch weiterhin auf die Logistik aus.

Flughäfen

Die Situation für einkommende Waren an den Flughäfen Narita und Osaka ist nach wie vor angespannt, es scheint jedoch eine Tendenz zu einer leichten Verbesserung zu geben. Es sind derzeit keine neuen Embargos erlassen worden, jedoch fliegen nach wie vor nicht alle Fluggesellschaften Narita an.

Für den Luftfracht-Export Bereich gibt es keine Veränderungen. Ausgehende Fracht wird abgefertigt, es kommt jedoch teilweise zu zeitlichen Verzögerungen.

Da die deutschen Behörden angefangen haben, einkommende Waren aus Japan durch den Zoll stichprobenartig auf Radioaktivität zu untersuchen, kann es bei der Zollabfertigung zu Verzögerungen kommen.

Wir weisen darauf hin, dass wir z. T. nicht unerhebliche Pufferläger in Nagold haben. Sollten Sie für einzelne Bauelemente Lieferauskünfte wünschen, steht Ihnen unser Innendienst und die betreffenden Sachbearbeiter für Auskünfte jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Endrich

 

CEJ declaration of no radioactive contamination 201131March

 

Prefectures have been affected by Earthquake on Mar 11th in Japan

 

Radiation Levels

 

 
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